„In Österreichs Gemeinden steigt der Handlungsdruck, Freiräume an den Klimawandel anzupassen.“ Das meinen Beton Dialog Österreich, Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke und Forum Qualitätspflaster. Die drei Verbände haben die Initiative „Lebenswerte Straßen und Plätze“ gegründet, die Gemeinden mit Fachinformationen und praxisnahen Werkzeugen unterstützen soll. Die Bekämpfung von Hitzeinseln zähle zu den zentralen Herausforderungen für Gemeinden und Städte.

Komplexe Aufgabe

„Klimafitte Freiräume sind für Gemeinden eine komplexe Aufgabe – finanziell wie planerisch. Mit gezielter Beratung lässt sich zeigen, wie helle Oberflächen, Begrünung und nachhaltiges Wassermanagement langfristig wirtschaftlich und wirkungsvoll umgesetzt werden können“, sagt Anton Glasmaier, Vorstandsvorsitzender von Beton Dialog Österreich und Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Betonfertigteilwerke. Die Initiative „Lebenswerte Straßen und Plätze“ richtet sich an Bürgermeister*innen und Planungsverantwortliche in Gemeinden.

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„Die Initiative bündelt verfügbare Expertise und macht sie für die kommunale Praxis zugänglich – von versickerungsfähigen Pflasterflächen über durchwurzelungsfähige Aufbauten bis hin zum Starkregen- und Dürremanagement“, meint Stefan Weissenböck, Vorstandsvorsitzender des Forums Qualitätspflaster. Die Initiative setze auf Interdisziplinarität, Neutralität und Wissenschaftlichkeit. Als Partner konnten die Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur, die Kompetenzstelle „Grünstattgrau“, namhafte Forscherinnen und Forscher der TU Wien und der Boku sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Wiener Neustadt und Reisenberg gewonnen werden.

Bis Frühjahr 2027 entwickelt die Initiative einen Kriterienkatalog sowie eine digitale Entscheidungshilfe als erste Orientierungs- und Informationsquelle für Gemeinden. Das Herzstück der Initiative sollen anschließende Workshopreihen mit Expertinnen und Experten aus Landschaftsarchitektur, -planung und grün-blauer Infrastruktur in ausgewählten Gemeinden bilden, um lokale Verantwortliche bei der Umsetzung längerfristig zu begleiten.