„Das Match zwischen Trinkwasserhygiene und Energie“. Unter diesem Titel lud Sanitärhersteller Grohe zu einem Infoabend ein. Grohe Österreich-Geschäftsführer Peter Schmid, wies in seiner Funktion als Gastgeber gleich auf eine sprachliche Feinheit hin: Eigentlich müsse es ja „der Match“ heißen, da es darum gehe zu zeigen, wie man Trinkwasserhygiene und Energie sparen miteinander verbinden können.
Redner liefern
Und genau das taten die beiden Redner anf diesem Abend. Trinkwasserhygiene und Wassersparen sind für Arno Sorger, Trinkwasserexperte und Geschäftsführer des Labors WHU in Bischofshofen, kein Widerspruch – vorausgesetzt, die gesamte Installation ist darauf ausgelegt. Wassersparen beginnt für Sorger bereits bei der Planung: kurze Leitungswege und richtig dimensionierte Rohrquerschnitte sorgen für ausreichend Wasserbewegung. Wasserspararmaturen allein könnten dagegen kontraproduktiv sein. Ist die Installation nicht darauf abgestimmt, drohen stärkere Biofilme und zusätzliche Spülmaßnahmen – und damit letztlich ein höherer Wasserverbrauch.
Ein häufiger Irrtum sei, dass problematische Mikroorganismen vor allem im Wasser vorkommen. Tatsächlich sitzen sie laut Sorger überwiegend in Biofilmen an den Rohrleitungen. Missverständnisse gebe es zudem beim Spülen. Dabei gehe es nicht primär um den Austausch von stehendem Wasser, sondern um die mechanische Wirkung: Eine hohe Fließgeschwindigkeit könne Biofilm reduzieren.
Unterstützung bekam Sorger von Heiko Bonin, Heiko Bonin, Leader Training Central Europe beim Grohe-Mutterkonzern Lixil. Hygiene, Wasser- und Energiesparen lassen sich für Bonin vor allem durch eine passende Planung verbinden. Kleinere Rohrdimensionen bedeuten weniger Wasservolumen und damit weniger Energie zum Erwärmen. Zugleich sollte Kaltwasser getrennt geführt werden, um unerwünschten Wärmeeintrag zu vermeiden. Zusätzlich wies Bonin auf clevere technische Lösungen wie das Rapido Heat Recovery von Grohe hin, mit dem Warmwasser beim Duschen im Kreislauf genutzt wird.