Vor 15.000 Fans werden in der Mercedes-Benz-Arena von Shanghai vier österreichische Fachkräfte zu Vizeweltmeistern gekürt, sechs weitere Bronzemedaillen gehen an das Team Austria. Die Breite der rot-weiß-roten Leistung unterstreichen zusätzlich 20 „Medals for Excellence“. Diese werden an Teilnehmer vergeben, die mindestens 700 von 800 möglichen Punkten erreichen und damit internationales Exzellenzniveau beweisen. 32 der 48 österreichischen Teilnehmer dürfen sich damit über eine Medaille oder ein „Medal for Excellence“ freuen.
Nochmal verbessert
Österreich verbessert sich damit noch einmal zur bereits zur beachtlichen Performance der letzten Weltmeisterschaft: In Frankreich holte das Nationalteam insgesamt sieben Medaillen. Die Nationenwertung geht an Gastgeber China, Österreich wird starker Siebter. Damit ist die Alpenrepublik das dritterfolgreichste Land Europas – hinter der Schweiz und Frankreich, knapp vor Deutschland.

Zu den Medaillen-Gewinner zählen auch die Betonbauer Julian Gintner und Michael Pomassl aus Vitis in Niederösterreich. Sie sichern sich im Teambewerb den dritten Platz. Das Duo der Leyrer + Graf Baugesellschaft in Gmünd sorgen damit für die nächste Medaille in Österreichs Paradedisziplin: Nach fünf Weltmeistertiteln in Folge steht Rot-Weiß-Rot auch in Shanghai auf dem Podium und holt die sechste WorldSkills-Medaille in Serie.
Bester Österreicher
Zum erfolgreichsten Teilnehmer des Team Austria krönt sich Andreas Landl: Der Fliesenleger aus Wartberg an der Krems in Oberösterreich holt Silber und wird zusätzlich als bester österreichischer Teilnehmer mit dem prestigeträchtigen Titel „Best of Nation“ ausgezeichnet. Die Fachkraft der Alfred Schnellnberger GmbH muss sich auf der größten Bühne der Welt lediglich einem Konkurrenten geschlagen geben. Gleichzeitig setzt Landl Österreichs Erfolgsserie im Fliesenlegen fort: Nach WM-Gold 2022, EM-Gold 2023 und WM-Gold 2024 ist es bereits das vierte internationale Edelmetall in Folge.
Ebenfalls Silber gewinnt Marcel Riener: Der Sanitär- und Heizungstechniker aus Reingers in Niederösterreich sichert sich den zweiten Platz. Riener ist beim Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis beschäftigt. Schon bei der WM 2022 holte Österreich in diesem Beruf Gold.
Österreichs außergewöhnliche Erfolgsserie bei den Malern setzt Luca Ladler fort: Der Vorarlberger aus Fußach pinselt sich zum Vizeweltmeistertitel und holt bei der 21. österreichischen WorldSkills-Teilnahme in diesem Beruf bereits die 16. Medaille – 13 davon glänzen in Gold.
Für die vierte Silbermedaille sorgt Vincent Track. Der Verfahrenstechniker aus Breitenbach am Inn in Tirol tritt als erster Österreicher überhaupt im WorldSkills-Bewerb Wassertechnologie an – und schafft auf Anhieb den Sprung auf Platz zwei.
Bronze gewinnt neben den Betonbauern der Zimmerer Luca Reitböck aus Oberösterreich, der Niederösterreicher Benedikt Pritz in der Schienenfahrzeugtechnik, der Vorarlberger René Bitschnau in der Chemielabortechnik den dritten Platz, der Vorarlberger Keanu Frick in der Maschinenbautechnik und der Wiener Jonas Baltuska. Der Wiener in der Optoelektronik.
Skills Austria-Präsident Josef Herk zeigt sich begeistert: „Was für ein Abend, was für ein Team und was für eine Leistung! Zehn Medaillen und 20 ‚Medals for Excellence‘ bei den größten WorldSkills aller Zeiten sind ein gewaltiger Erfolg“, meint er. „Unsere jungen Fachkräfte haben Österreich auf der größten Bühne der beruflichen Bildung mit Können, Leidenschaft und unglaublichem Kampfgeist vertreten.“