Mit ihren aktuellen Exponaten unterstrichen die internationalen Aussteller den hohen Stellenwert von AMR (Autonomous Mobile Robot) sowie AGV (Automated Guided Vehicle). Die aktuellen Systeme fokussieren Flexibilität und Individualisierung und zeigen bereits die kommenden Entwicklungsschritte auf. Die Mobilität in der Intralogistik erfolgt auf Rädern, zunehmend autonom und fahrerlos. Robotik, Sensorik und Künstliche Intelligenz (KI) übernehmen die zentrale Rolle im automatiserten Lagerbetrieb. AMR können sich sehr flexibel an die jeweiligen Aufgaben anpassen.
Modulare AMR aus dem Baukasten
SSI Schäfer (www.ssi-schaefer.com) präsentierte zur LogiMat eine Premiere: ein Vier-Wege-Shuttlesystem für komplexe Lagerlayouts, wenn notwendig auch für Fahrten im Tiefkühlbereich. Als Anwender profitiere man laut Anbieter „von einer kompakten und platzsparenden Lösung mit hohem Durchsatz, kurzen Zugriffszeiten und einer skalierbaren Automatisierung, die sich flott an veränderte Aufgaben anpassen lässt.“
Ebenfalls als modulare Roboterplattform konzipiert ist der ReBeLMove Pro von igus (www.igus.de), ein kompakter, Transportroboter auf vier Rädern mit Elektroantrieb, der sich nach dem Baukastenprinzip individualisiern lässt. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwei Metern pro Sekunden kann der AMR bis zu 250 Kilogramm tragen oder bis zu 900 Kilogramm ziehen. Der ReBeL Pallet Mover ist laut igus ein digitaler „Teamkollege“. Zum intelligenten sicheren Navigieren im Betrieb ausgestattet mit moderner Sensorik, übernimmt er repetitive, ermüdende Transportaufgaben vollautomatisch und bewegt sich auch durch komplexe Hallenlayouts, nimmt Palletten auf und bringt sie an die richtige Stelle. Nimmt man die Personalkosten einer qualifizierten Logistik-Fachkraft, die heute ohnehin „nicht zu kriegen ist“, mutet der Preis von rud 67.000 Euro recht überschaubar an, ein Return on Investment sei nach 12 bis 18 Monaten erreicht.
Der österreichische AGV-Hersteller Melkus Mechatronic (www.melkus-mechatronic.com) präsentierte zur Messe eine neue Generation des Palettentransporters G130 3.0 aus seiner AGV-Familie. Im Fokus der Überarbeitung, die weit über eine reine Modellpflege hinausgeht, stand die gesteigerte Effizienz und Verfügbarkeit des Fahrzeugs. Eine Neuerung mit bedeutenden Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft des Melkus G130 3.0 ist sein optimiertes Batterie- und Ladekonzept. Das neue AGV verfügt über eine LiFePo4-Batterie mit deutlich höherer Ladekapazität. Das sorgt für eine deutlich längere ununterbrochene Einsatzdauer des Fahrzeugs zwischen Ladepausen. Ein zukunftsweisendes Merkmal des Melkus G130 3.0 ist der echte 360°-Rundumblick durch mehrere Sensoren.
Stäubli (www.staubli.com) entwickelt und fertigt Premium-AGV-Lösungen für den Schwerlasttransport. Mit der mobilen Transportplattform PF3 stellten die Schweizer ein kompaktes Allrounder-AGV mit drei Tonnen Traglast vor. Das Einsatzspektrum des robusten AGV ist breit: zum einen eignet sich das PF3 für klassische Anwendungsfelder wie die lineare Beförderung von Komponenten entlang der Montagelinien. Gleichzeitig hebt es neben den gängigen Euro- oder US-Paletten auch kundenspezifische Paletten. www.logimat-messe.de ■

