Recycling von Sand

Wie beim Wasserstrahlschneiden durch die Wiederaufbereitung von Abrasivsand Ressourcen und Kosten eingespart werden können.

22.02.2018
Nachhaltigkeit
Redaktion Metall
© STM Stein-Moser GmbH

Das modulare Recyclingsystem OneClean zur Wiederaufbereitung von Wasser und Abrasivsand

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Am STM Innovationstag im Jänner 2018 gab es großes Interesse am OneClean-System.

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„Das System begeistert nicht nur unsere Kunden, sondern hat auch die Fachjury des Staatspreises Innovation überzeugt.“ STM-Geschäftsführer Jürgen Moser.

Wasserstrahl-Schneidanlagen benötigen für den laufenden Betrieb Wasser und einen speziellen Abrasivsand. Letzterer ist der größte variable Kostenfaktor beim Wasserstrahlschneiden - und eine knappe Ressource. Hier setzte der Maschinenspezialist STM aus Eben im Pongau an und entwickelte für seine Wasserstrahl-Schneideanlagen das Recycling-Modul „OneClean“, mit dem mehr als die Hälfte des Granatsandes für weitere Schneidaufträge recycelt werden kann. Bei einem Abrasiv-Verbrauch von etwa 50 Tonnen pro Jahr kann OneClean also Einiges an Beschaffungs-, Entsorgungs- und Transportkosten sparen. Die Anlage amortisiere sich dadurch laut STM innerhalb von 3-5 Jahren.

So funktioniert Sand-Recycling

Ein spezifischer Hydrofilter sondert über ein patentiertes Verfahren Grob- und Feinteile aus dem gebrauchten Abrasiv in den Auffangbehälter des Basismoduls ab, wobei zu grobe und zu feine Bestandteile ausgeschieden werden.

Das Gebrauchtabrasiv wird energieeffizient getrocknet und automatisch mit neuem Abrasiv aus dem Abrasivbehälter vermischt, um eine stabil hohe Abrasivqualität zu gewährleisten. Mit diesem System sind je nach Qualität und Schneidgeschwindigkeit bis zu 55 Prozent des gebrauchten Abrasivs wiederverwendbar. Der benötigte Energieaufwand für die Wiederaufbereitung des Abrasivs ist mit 3-6 kW minimal. „Die Schnittqualität bleibt im Vergleich zu neuem Abrasiv gleich“, so Jürgen Moser. „Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Budget“.

Leichter Einstieg

Das Abrasiv Recycling ist eines von fünf zueinander in Beziehung stehenden Modulen des OneClean-Systems. Die Anlage könne laut Moser schon mit einem kleinen Investment in Betrieb gesetzt und nach Bedarf jederzeit erweitert werden. Alle Module seien hochqualitative Markenkomponenten, die von STM mitentwickelt wurden. Eine durchgehend solide Konstruktion, sowie ein Zentralrahmen aus Edelstahl und die Verkleidung aus Aluminium garantieren Verschleißfestigkeit und Belastbarkeit.

Platzsparend und kompatibel

Das STM OneClean-System bleibt – im Gegensatz zur amerikanischen Konkurrenz – so kompakt, dass es direkt in den Anwenderunternehmen und auch bei Schneideanlagen von Drittanbietern eingesetzt werden kann. Die Module sind auf kleinstem Raum verbaut, der Energiebedarf ist laut STM fünfmal niedriger als bei vergleichbaren Systemen. Damit stehe Kosteneffizienz keinesfalls im Widerspruch zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Arbeitsweise, so der Hersteller.

Für Innovationspreis nominiert

STM-Geschäftsführer Jürgen Moser freut sich darüber, „dass das System nicht nur unsere Kunden begeistert, sondern auch die Fachjury des Staatspreises Innovation überzeugen konnte.“ OneClean ist nämlich heuer im Rahmen des Staatspreises Innovation für den WKO-Sonderpreis „Econovius 2018“ nominiert worden, mit dem besonders innovative Leistungen von KMU ausgezeichnet werden. Die Entscheidung wird bei der Staatspreisverleihung am 22. März 2018 kundgetan.

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