Vom Furnier zum Fahrrad

Tischlermeister Josef Kienbauer hat sich vom Tischler Journal zum Bau eines Rennrades aus Holz inspirieren lassen. Das Ergebnis ist richtig toll geworden.

08.09.2017
Holz
© Kienbauer

140 Arbeitsstunden investierte Josef Kienbauer in den Bau seines Holzrennrades.

© Kienbauer

Für den Rahmen verleimte der Tischlermeister 2,5 mm starkes Furnier und schnitt daraus die benötigten Teile heraus.

© Kienbauer

Sämtlicher Arbeitsschritte erfolgten in Handarbeit.

Der Tischlermeister Josef Kienbauer aus Steinerkirchen in Oberösterreich ist begeisterter Hobbyradfahrer und spielte schon länger mit dem Gedanken, selbst sein eigenes Holzrad zu bauen. Im vergangenen September flatterte ihm wieder die aktuelle Ausgabe des Tischler Journals ins Haus – samt eines Berichts über ein Holzfahrrad. Für Kienbauer Anlass genug, sich endlich selbst an die Umsetzung des lang gehegten Vorhabens zu machen. 
„Vom Design sollte sich das Rad an meinem Pinarello-Rennrad orientieren“, berichtet Kienbauer. „Das Projekt begann mit dem Kauf von 25 m² Braunesche-Furnier mit 2,5mm Stärke, welche ich mit wasserfestem Harnstoffleim zu Rahmenteilen mit der benötigten Stärke verleimte. Daraus wurden sämtliche benötigten Teile herausgeschnitten und bearbeitet.“

140 Arbeitsstunden

Mangels CNC-Fräse erfolgte dies in stundenlanger Handarbeit. Es folgten unzählige weitere Arbeitsschritte: Ausmessen, Scha­blonen anfertigen für die hinteren Streben, Ausfräsungen, Bohrungen für Tretlager und Sattelstütze, das Verleimen des Rahmens, Profile fräsen und schleifen und vieles mehr. Anschließend wurden alle Teile mit einem G90 Hochglanzlack lackiert.
Für den Zusammenbau und den Einbau der Komponenten am Rad halfen ihm die Fachleute der Firma Radsport Grassinger in Lambach. Zum Abschluss wurde das fertige Rad noch beim Werbetechniker Truckenthanner mit einer Beschriftung versehen. 
Insgesamt benötigte er für die Fertigung des Holzfahrrades über 140 Arbeitsstunden. Das Gesamtgewicht des Rades beträgt 10,9 kg. „Die erste Ausfahrt mit dem Rad konnte ich im April 2017 bestreiten, mittlerweile habe ich mit dem Rad circa 500 km zurückgelegt und bin sehr begeistert von den Fahreigenschaften meines Rennrades ‚made by Kienbauer‘“, berichtet der Tischlermeister stolz. (red/kienbauer) www.kienbauer.at

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