Heilerde an den Wänden

Wandfarbe
26.06.2017

Von: Redaktion Color

Tonfarben und –putze an den Wänden des Bio-Friseursalons Happ in Tirol sorgen für frische Luft.

Friseursalon Happ setzt auf die Wandgestaltung aus Emoton Tonputzen.

Auf rund 120 Quadratmetern Wand- und Deckenfläche wurde Tonspachtel bzw. Tonputz aufgebracht.

Heilerde an den Wänden bindet Schadstoffe und Gerüche.

Der Friseursalon von Clemens und Birgit Happ in der Altstadt von Hall in Tirol befindet sich in einem über 700 Jahre alten gotischen Gebäude. Abgesehen vom zeitgemäßen Ambiente im Inneren, fällt vor allem die unerwartet gute, frische Luft auf. Keine Spur vom Geruch von Haarspray oder anderen Pflegeprodukten. Der mehrfach ausgezeichnete Bio-Friseurmeister setzte auf die Wandgestaltung aus Emoton Tonputzen. Reiner Ton – auch als Heilerde bekannt – ist in der Lage, Schadstoffe und Gerüche aus der Raumluft zu binden.

Das Engagement für die Umwelt und das Wohlergehen seiner Kunden und seiner circa 20 Mitarbeiter ist für Eigentümer Clemens Happ fester Bestandteil seines Salonkonzepts. Die Auszeichnungen „Salon des Jahres“, „Top Salon“, „Erster klimaneutraler Friseur Österreichs“ und „Österreichischer Vorzeigebetrieb: Gesunde Mitarbeiter – Gesundes Unternehmen“ bestätigen das. Als die Ladenneugestaltung anstand, sollte ein rundum „gesundes“ Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter entstehen. Friseure sind einer hohen Belastung an Luftschadstoffen ausgesetzt. Die Raumluft wird durch Staub, Dämpfe aus Pflegeprodukten oder Sprühnebel von Haarsprays belastet. Das kann auf Dauer die Atemwege nicht nur reizen, sondern bis hin zu Erkrankungen wie dem berüchtigten „Friseurasthma“ führen. Es gibt spezielle Luftreinigungsgeräte für Friseurläden, die allerdings im Salon Happ nicht gebraucht werden.

Auf die schadstoffschluckende Wandbeschichtung aus reinem Ton wurde der Tiroler durch einen Handwerker aufmerksam, der im Hinblick auf eine sanfte Raumtemperierung eine Flächenheizung und -kühlung an der Decke installierte. So kam der Kontakt zu Emoton zustande, einem Linzer Spezialhersteller von Putzen, Spachtelungen und Wandfarben aus reinem Ton. „Diese hochdosierten Tonmineralien machen als zentraler Wirkstoff die überragenden raumklimatischen Eigenschaften aus“, erklärt Emoton-Chefentwickler Harald Weihtrager. Ton verfügt über eine außergewöhnlich große innere Oberfläche. So erklären sich die extremen Sorptionswerte, die dreimal höher sind, als die gängiger Lehmputze. Die kapillare Leitfähigkeit sorgt für eine effektive Feuchteregulierung, im eher feucht-warmen Klima eines Frisiersalons ein durchaus erwünschter Zusatzeffekt. Durch die antistatische Wirkung ist auch die Staubbildung deutlich reduziert.

Auf zirca 120 Quadratmetern Wand- und Deckenfläche wurden Emoton-Tonspachtel bzw. Tonputz in 2,5 Zentimetern Stärke maschinell aufgebracht. Wandgestaltungen mit Ton vor soll künftig vermehrt Anwendung finden, wo es besonders auf eine saubere Raumluft ankommt. Kürzlich wurden die Wände eines Bioferienhauses in Ried im österreichischen Oberinntal damit ausgestattet.

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