In den ersten drei Quartalen 2023 sind die Hypothekarkredite um 50,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurückgegangen. Dazu haben unter anderem die gestiegenen Zinsen beigetragen. Der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) nennt aber noch einen zweiten Verursacher: Die Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-VO), die die Kreditvergabe mithilfe deutlich restriktiverer Rahmenbedingungen seit gut einem Jahr neu regelt. Das Urteil des KSV1870:  Die KIM-VO würgt die Hypothekarkredite ab. 

Besonders betroffen seien junge Menschen (bis 35 Jahre), für die sich der „Traum vom Eigenheim“ immer seltener erfülle. In dieser Alterskategorie habe sich laut KSV 1870 die Anzahl der gewährten Kredite zuletzt sogar um 57,6 Prozent reduziert, was den Höchstwert darstelle. Parallel dazu sei auch das generelle Finanzierungsvolumen im Schnitt um sieben Prozent auf 196.000 Euro gesunken. In den ersten drei Quartalen 2023 wurden 44.628 Hypothekarkredite in Österreich gewährt, was gegenüber dem Vorjahr das Minus von 50,6 Prozent bedeutet.

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