„Am Kapital scheitert es nicht. Ich spreche hier von unserem Unternehmen, aber das gilt sicher auch für die anderen Gemeinnützigen.“ Siegfried Igler, Obmann der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft „Neues Leben“ gab beim Business Breakfast des Bauchemie-Anbieters Westwood einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen, mit denen seine Branche konfrontiert ist.
Lebhafte Diskussion
An der lebhaften Diskussion, die von Bauzeitung-Chefredakteur Martin Hehemann moderiert wurde, nahmen zudem Daniela Unterholzner, Mitglied der Geschäftsführung der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Schwarzatal, und Gastgeber Andreas Nemeth, Geschäftsführer von Westwood Österreich, teil.
Igler berichtete von einem spürbaren Rückgang der Bauleistung bei Neues Leben im laufenden Geschäftsjahr. Das Problem: „Die Widmungs- und Bauverfahren dauern zu lange – das ist vor allem in Wien ein großes Problem“, berichtet Igler. „Wir verfügen über eine Reihe von gewidmeten Grundstücken, können aber nicht bauen, weil wir auf die Genehmigungen warten.“
„Die Lösungsvorschläge zur Schaffung von mehr leistbarem Wohnraum liegen am Tisch“, unterstrich Unterholzner. „Jetzt müssen sie umgesetzt werden.“ Das gelte insbesondere für die Zweckwidmung der Wohnbauförderung, die im Regierungsprogramm vereinbart worden ist.
„Westwood Österreich-Geschäftsführer Nemeth zeigte sich zuversichtlich, dass die aktuellen Herausforderungen im Wohnbau bewältigt werden können. „Ich glaube, wir sollten hier wieder etwas bodenständiger vorgehen und mit Fachleuten Prozesse schaffen, die einfach angewendet werden können und Rechtssicherheit schaffen“, meint Nemeth. „Das Rennen verliert oder gewinnt man bereits am Anfang. Gerade bei Sanierungen im Hochbau entscheidet sich der Erfolg eines Projekts ganz am Anfang. Wenn Planungs- und Entscheidungsprozesse von Beginn an gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten aufgesetzt werden, lassen sich viele Probleme, Verzögerungen und Mehrkosten vermeiden.“