„Wir müssen neu darüber nachdenken, wie wir leben, wie wir bauen und wie wir mit den wertvollsten Ressourcen unseres Planeten umgehen.“ Andreas Weissenbacher, CEO der BWT und BHT Gruppe, gab beim NxtGen Building Summit die inhaltliche Richtung vor.

Lösung der Zukunft

Auf dem Event in Mondsee und Seekirchen zeigten BWT und Tochtergesellschaft BHT Windhager, wie innovative Technologien, integrierte Systemlösungen und neue Denkansätze die Gebäude der Zukunft effizienter, nachhaltiger und lebenswerter machen können. Im Mittelpunkt standen Innovationen für die Gebäudetechnik von morgen – vom Wasseraufbereitungssystem One Pipe Pearlwater über neue Wärmepumpen und Hybridlösungen bis hin zu intelligentem Energiemanagement.

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NxtGen Summit
Großer Andrang in Seekirchen: Wie kann die grüne Transformation gelingen? © BWT

„Die Anforderungen an Gebäude verändern sich grundlegend“, ist man sich bei BWT sicher. „Klimawandel, Ressourcenknappheit, steigender Energiebedarf und wachsende Ansprüche an Komfort, Gesundheit und Lebensqualität erfordern neue Antworten.“ Gleichzeitig zähle der Gebäudesektor zu den größten Hebeln für eine nachhaltige Transformation: „Rund 37 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen stehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Nutzung von Gebäuden sowie deren Energieversorgung“, so BWT.

Wie kann es gelingen?

Wie diese Transformation gelingen kann, stand im Zentrum des Summits. Die zentrale Botschaft: Die Zukunft der Gebäudetechnik liegt nicht in isolierten Einzellösungen, sondern in ihrem intelligenten Zusammenspiel. Unter dem Titel „Best Building Technology“ präsentierten BWT und Windhager, wie sie ihre Kompetenzen in den Bereichen Wasser, Heizung und Energie bündeln wollen. „Ziel ist es, Wasseraufbereitung, Wärmeerzeugung, Energieversorgung, Speicherung und intelligente Steuerung zu ganzheitlichen, aufeinander abgestimmten Systemlösungen zu verbinden“, erläutert die Gruppe.

Dabei gehe es um weit mehr als Energieeffizienz: „Es geht um Gebäude, die Ressourcen verantwortungsvoll nutzen, Betriebskosten reduzieren, den Wert von Immobilien langfristig sichern und gleichzeitig ein neues Niveau an Komfort und Lebensqualität ermöglichen.“

Bei der Restrukturierung und Neupositionierung des Heizungsspezialisten Windhager, den man vor mehr als zwei Jahren übernommen hat, sieht sich BWT-Chef Weißenbacher gut unterwegs. Dabei habe durchaus auch die schwache Marktlage im Heizungsgeschäft geholfen. „Wenn der Markt richtig geboomt hätte, wären wir beim strategischen und organisatorischen Aufbau der Unternehmensgruppe wahrscheinlich bei Weitem nicht so weit. Und wir hätten das sicher nicht zu diesen Kosten machen können“, sagt er.

Finanzielle Basis

Die finanzielle Basis für die Investitionen in die Zukunft bietet das solide Geschäft der BWT im Bereich Wasser. Auch hier will man weiter zulegen. „Wasser wird zum strategischen Wertfaktor im Gebäude“, so BWT. Mit Best Water Technology verfolge man den Anspruch, für jede Anwendung die richtige Wasserqualität bereitzustellen – vom privaten Wohngebäude über Hotels und Krankenhäuser bis hin zu industriellen und pharmazeutischen Anwendungen.

Besonders stolz ist man auf die Innovation One Pipe Pearlwater. Das neuartige System verbindet laut BWT zwei bislang getrennte Anforderungen: „seidenweiches, enthärtetes Wasser für das gesamte Gebäude und frisch mineralisiertes Trinkwasser direkt aus der bestehenden Küchenarmatur.“ Die zentrale Wasserenthärtung schütze Leitungen, Armaturen und Geräte vor Kalk und könne den Energie- und Reinigungsmittelverbrauch reduzieren. Die dezentrale Mineralisierung sorge gleichzeitig für geschmacklich hochwertiges Trinkwasser, ohne dass zusätzliche Trinkwasserleitungen erforderlich sind.

Man verweist auf die Vorteile: Der Verbrauch von Waschmitteln lasse sich um bis zu 50 Prozent senken, der von Geschirrspülmittel um bis zu 58 Prozent und der Energiebedarf  um bis zu 20 Prozent. Das zeige, so BWT, „wie Wasser zu einem Faktor wird, der nicht nur den Alltag verbessert, sondern auch die Wirtschaftlichkeit, Attraktivität und langfristige Wertbeständigkeit von Immobilien unterstützt.“