Digital Findet Stadt veranstaltet am 17. September 2026 zum sechsten Mal den Innovationskongress für digitales Planen, Bauen und Betreiben. Austragungsort ist das Sozial- und Innovationszentrum Cape10 in Wien. Unter dem Leitthema „Ohne Fortschritt keine Zukunft – ohne Innovation kein Erfolg“ soll diskutiert werden, wie Digitalisierung die Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden verbessern kann.
Das Programm gliedert sich in die Bereiche digitales Planen, digitales Bauen und digitales Betreiben. Vorgesehen sind Praxisberichte, Podiumsdiskussionen, Start-up-Pitches sowie eine „Science Corner“, in der aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt werden. Den Auftakt bildet die Keynote „Innovation. Jetzt.“ von Katharina Aguilar, High-Tech-Unternehmerin und Speakerin mit Schwerpunkt Technologie, Innovation und Leadership.
Von Lean Management bis zur Vorfertigung
Im Themenblock digitales Planen stehen unter anderem nachhaltige Planung sowie Lean und Agile Management auf dem Programm. Katharina Marie Lennartz, verantwortlich für Lean und Agile Management bei Carpus+Partner, beschäftigt sich dabei mit einem ganzheitlichen Ansatz für die Bauplanung. Ein weiterer Beitrag widmet sich „BIMsustAIn“, einem Ansatz zur automatisierten semantischen Anreicherung von Building-Information-Modelling-Modellen (BIM).
Beim digitalen Bauen rücken Produktivität und die Organisation der Bauausführung in den Fokus. Barbara Freiler, Geschäftsführerin der Handler Gruppe, spricht über Digitalisierung und Taktplanung. Bernd Oswald, Mitgründer und Vice President Business Development bei Gropyus, thematisiert automatisierte Vorfertigung im Wohnungsbau. Russell Loveridge, Managing Director des National Centre of Competence in Research Digital Fabrication an der ETH Zürich, befasst sich mit der Zukunft des digitalen Bauens.
Daten für einen effizienteren Gebäudebetrieb
Der dritte Themenblock widmet sich dem digitalen Gebäudebetrieb. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie sich Effizienzpotenziale erkennen und Betriebskosten reduzieren lassen. Gerhard Zucker vom Austrian Institute of Technology (AIT) behandelt die datenbasierte Steuerung des Gebäudebetriebs. Ina Werner, Teamleiterin Smart Infrastructure bei Siemens in Österreich, beschäftigt sich mit digitalen Lösungen für heterogene Gebäudebestände.
Ergänzt werden die drei Themenbereiche durch moderierte Panels und Start-up-Pitches. In Kooperation mit der Wirtschaftsagentur Wien können Wiener Jungunternehmen ihre digitalen Lösungen aus Projektentwicklung, Planung, Bau oder Betrieb präsentieren. Für jeden der drei Themenbereiche soll ein Start-up ausgewählt werden. Bewerbungen sind laut Veranstalter noch bis 21. August 2026 möglich.
Nach dem fachlichen Programm sind ab 17 Uhr Kamingespräche vorgesehen. Um 18 Uhr beginnt das Abendprogramm mit Networking und einer Bau-House-Party. Der Veranstalter erwartet rund 200 Teilnehmende vor Ort und online.