Noch einen Monat vor dem Ende der Passathon-Saison 2026 zieht der Veranstalter eine erste Bilanz: Rund 2.500 Teilnehmende haben österreichweit bereits mehr als 50.000 Besuche bei den insgesamt 808 sogenannten Leuchtturmobjekten gesammelt. Die Gebäude befinden sich in allen neun Bundesländern und verteilen sich auf 283 Gemeinden und Bezirke.
Die Bandbreite reicht von Gebäuden im Plusenergie-, Passivhaus- oder Klimaaktiv-Gold-Standard bis zu thermisch-energetisch optimierten Sanierungen und „Raus aus Gas“-Projekten. Die 808 Gebäude verfügen laut Veranstalter über eine Gesamtnutzfläche von mehr als 2,3 Millionen Quadratmetern. Über einen angenommenen Sanierungszyklus von 40 Jahren sollen sie insgesamt mehr als 12,2 Terawattstunden Primärenergie einsparen.
Gebäude für Hitze und Kälte
Neben dem reduzierten Heizwärmebedarf im Winter rückt der Passathon heuer insbesondere den sommerlichen Wärmeschutz in den Mittelpunkt. Gut gedämmte Gebäudehüllen und Außenverschattungen sollen auch während Hitzeperioden dazu beitragen, die Innenraumtemperaturen bei geringem Energiebedarf auf einem angenehmen Niveau zu halten.
Bei Neubauten komme teilweise eine Bauteilaktivierung hinzu. Diese kann im Winter zur Temperierung und im Sommer zum sogenannten Freecooling eingesetzt werden. Laut Presseaussendung lassen sich damit Raumtemperaturen zwischen 22 und 24 Grad Celsius erreichen. Bei entsprechenden Anlagen würden zugleich Erdsonden regeneriert und rund 80 Prozent der im Winter entzogenen Erdwärme wieder in das Erdreich eingespeist.
„Anstatt weiter zuzusehen, wie sich die Klimakrise rasant beschleunigt, muss das Gebot der Stunde lauten: Jetzt runter mit dem Verbrauch und rein in die Erneuerbaren.“
Günter Lang, Organisator des Passathon bei Lang Consulting in Wien

Internationale Gruppen auf Besichtigungstour
Auch internationale Studierende und Fachleute nutzten den Passathon 2026 für Besichtigungstouren. 62 Studierende der Green.Buildings.Solutions. Sommer Uni aus 28 Nationen legten mit dem Fahrrad rund 30 Kilometer durch Wien bis zur Seestadt Aspern zurück und besichtigten dabei 37 Leuchtturmprojekte. Bereits im Frühjahr erkundeten 25 internationale Studierende der Central European University Projekte mit dem Schwerpunkt thermisch-energetische Sanierung und „Raus aus Gas“.
Ende April besuchte zudem eine 26-köpfige Fachgruppe aus Argentinien, Chile und Uruguay Passivhaus-Projekte in Wien und Graz. Im Mai waren laut Veranstalter insgesamt 150 Mitarbeitende der Stadtverwaltung von Brno in Wien unterwegs, um verschiedene Leuchtturmgebäude zu besichtigen.

808 Projekte beim Passathon 2026
Bei der Einzelwertung haben inzwischen zwei Teilnehmer sämtliche 808 Leuchtturmprojekte besucht: Nach Anton Draskovits aus dem Burgenland erreichte auch Bernhard Müller aus Vorarlberg diese Marke. Sechs weitere Teilnehmende haben laut Veranstalter mindestens 500 Projekte gesammelt und damit das Platin-Level erreicht, weitere 18 Personen mindestens 250 Gebäude und damit das Gold-Level.
Die Aktion läuft noch bis 30. September 2026. Im September sind außerdem drei geführte Touren im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vorgesehen: Am 15. und 16. September führen Touren durch das Untere und Obere Rheintal in Vorarlberg, am 22. September findet eine Tour in Innsbruck statt.
Passathon 2026
- Zeitraum: 20. März bis 30. September 2026
- Regionen: alle neun Bundesländer, 283 Gemeinden und Bezirke
- Leuchtturmobjekte: 808 Projekte nachhaltiger und klimaschonender Architektur
- Routen: 28 Routenvorschläge mit insgesamt rund 2.200 Kilometern
- Teilnahme: kostenlos, Registrierung über www.passathon.at
- Funktionsweise: Die Österreich-radelt-App führt Teilnehmende zu den jeweiligen Gebäuden und stellt vor Ort Informationen zu den Projekten bereit.
- www.passathon.at