Österreich bleibt trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds ein stabiler Wirtschaftsstandort. Das zeigt der aktuelle Country Risk Atlas des Kreditversicherers Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade. Das Länderrating für Österreich wird weiterhin mit AA1 bestätigt.

Unter Druck aber stabil

„Nach einer Phase soliden Wachstums vor der Pandemie geriet die österreichische Wirtschaft ab 2023 deutlich unter Druck“, so Acredia. Restriktive Geldpolitik, schwache globale Nachfrage und anhaltend hohe Inflation hätten zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent im Jahr 2023 und 0,8 Prozent im Jahr 2024 geführt. 2025 habe es Plus von 0,6 Prozent gegeben. Die Bestätigung des AA1-Ratings unterstreiche die „strukturelle Stabilität des Wirtschaftsstandorts Österreich“.

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Gleichzeitig würden die vergangenen beiden Jahre zeigen, „wie stark Unternehmen von externen Faktoren wie der schwachen Nachfrage aus Deutschland, hohen Finanzierungskosten und geopolitischen Unsicherheiten betroffen sind“, sagt Gudrun Meierschitz, Vorständin der ACREDIA Group. „Auch wenn sich die Konjunktur ab 2026 schrittweise erholen dürfte, bleibt das Umfeld für viele Betriebe anspruchsvoll und erfordert ein vorausschauendes Risikomanagement.“

Für 2026 werde ein Wachstum von 1,1 Prozent, für 2027 von 1,3 Prozent erwartet. Arcadia: „Unterstützend wirken dabei unter anderem der fiskalische Impuls in Deutschland sowie die damit verbundene Erholung bei Österreichs wichtigstem Handelspartner.“ Während Industrie und Exporte wieder an Dynamik gewinnen dürften, bleibe die Erholung im Bausektor verhalten. Der private Konsum werde angesichts gedämpfter Kaufkraft und anhaltender Unsicherheit voraussichtlich nur langsam anziehen.