Gestaltung

Im Hochformat

Die im Meisterkurs am Wifi Innsbruck entstandene vertikale Schnapsbar von Maximilian Ebert kann über zwei Schiebelemente ihr Äußeres verändern und gibt so unterschiedliche Funktionen frei.

03.02.2021
Meisterstück
Redaktion Tischler Journal
03.02.2021
© Wifi Innsbruck
Die vertikale Schnapsbar lässt sich über zwei Schiebelemente öffnen und schließen.

Maximilian Ebert hat am Wifi Innsbruck ein hochformatiges Möbel mit wandelbarem Antlitz geschaffen: Die „vertikale“ Schnapsbar lässt sich über zwei Schiebelemente öffnen und schließen und wirkt so abwechselnd mehr wie eine Vitrine oder wie ein komplett geschlossener Quader.

Das Möbel ist gestalterisch im Grunde in drei Teile gegliedert – einen oberen und einen unteren Korpusteil, die jeweils aus Spanplatten gefertigt und in Räuchereiche furniert sind. Diese Elemente sind über eine Spanplatten-Rückwand (ebenfalls in Räuchereiche furniert und lackiert) verbunden, die mit einem Vierkantrohr aus Metall verstärkt ist. So ist für die notwendige Stabilität gesorgt. Im mittigen, offenen Bereich zwischen den beiden Korpussen kragt eine Schublade aus, die offen gezinkt und mit einem Vollholzauszug ausgestattet ist. 

Um den Schwerpunkt des Möbels nach unten zu verlagern, ist im unteren Korpus eine Eisenplatte als zusätzliches Gewicht angebracht. Schiebt man die beiden äußeren, in Kernesche furnierten Schiebelemente in die Mitte des Möbels, so lässt sich oben eine Tür öffnen, hinter der sich zwei Tablarauszüge für die Gläseraufbewahrung verbergen. Die Tür ist dreiseitig auf Gehrung eingepasst und lackiert.
Im unteren Korpus ist eine verglaste Klappe angebracht, unter der ein Drehteller aus massiver Esche die Flaschen mit dem „Hochprozentigen“ parat hält.

© Wifi Innsbruck
Im oberen Korpus sind Tablare mit Gläsern angebracht. Im unteren ­Korpus verbergen sich die Flaschen mit dem „Hochprozentigen“.
Tischler

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