Drei internationale Gebäudezertifikate werden weltweit anerkannt: BREEAM, LEED und DGNB. Was die Systeme jeweils auszeichnet, ist hier kurz beschrieben.

Mit Punkten zur Einstufung

Das britische Gebäudezertifikat BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) ist das älteste und am weitesten verbreitete Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen. 1990 in Großbritannien entwickelt, behandelt die Zertifizierungsmethode ökologische sowie soziokulturelle Aspekte einer Immobilie und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf globale, lokale und gebäudeinterne Auswirkungen in deren Lebenszyklus. Die Bewertung erfolgt nach Punkten, die daraus folgenden Einstufungen sind: Herausragend, ausgezeichnet, sehr gut, gut, durchschnittlich oder akzeptabel.

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Das US-amerikanische System LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) wurde 1998 auf Basis von BREEAM entwickelt. Die Gebäudebeurteilung erfolgt durch Punktevergabe für einzelne Kriterien. LEED bezieht sich auf alle Phasen des Lebenszyklus. Es ist das weltweit meist verbreitete Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen und ist grundsätzlich für alle Gebäudetypen anwendbar. Bewertet wird mit folgenden Auszeichnungsstufen: Zertifiziert, Silber, Gold und Platin.

Das DGNB-Zertifikat (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) ist ein deutsches Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen. Es bewertet die Gesamtperformance eines Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Nach einem Punktesystem erfolgt die Einstufung: Silber, Gold und Platin oder Bronze. [Metall 04/2026 E-Paper]