„Der gemeinnützige Wohnbau erweist sich trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds weiterhin als stabiler Anker der Bauwirtschaft.“ So kommentieren die gemeinnützigen Bauvereinigungen ihre Bauleistung im Jahr 2025. Aber selbst dieser Anker hat geschwächelt: 2025 wurden von den gemeinnützigen Bauvereinigungen (GVVs) 11.900 Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber 2024.
2027 wieder aufwärts?
Bei den Baubewilligungen zeige sich differenziertes Bild: „Der gewerbliche Sektor verzeichnet einen deutlich stärkeren Einbruch als der gemeinnützige Bereich“, so die Gemeinnützigen. Dadurch sei „der Marktanteil der GBVs bei Baubewilligungen im Mehrgeschoßwohnbau auf über 50 Prozent gestiegen“. Für das Jahr 2026 wird zwar noch ein weiterer Rückgang auf etwa 11.000 bis 11.600 Fertigstellungen erwartet. Ab 2027 zeichne sich aber wieder „ein sanfter Aufwärtstrend“ ab.
Das Neubau-Investitionsvolumen wird für 2025 auf rund 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Zusätzlich flossen etwa 1,7 Milliarden Euro in Sanierung und Instandhaltung.
Hohe Baukosten, fehlende Grundstücke und höhere Zinsen erschweren die Bautätigkeit aus Sicht der Gemeinnützigen. Hinzu würden neue Herausforderungen kommen: „Zusätzlich zu den wesentlichen Unsicherheiten kamen erst vor kurzem neue auf uns zu. Die Auswirkungen des Nahostkonflikts und die damit einhergehenden Energiekostensteigerungen sind derzeit noch nicht abschätzbar und könnten die weitere Entwicklung maßgeblich beeinflussen“, meint Verbandsobmannstellvertreterin Isabella Stickler.