„Trotz einer marktbedingten Abschwächung in einem Mobility-Geschäftsbereich zeigt sich unsere operative Leistungsfähigkeit weiterhin stabil.“ So kommentiert Österreich-Chef Helmut Weinwurm das Ergebnis des Bosch-Konzerns hierzulande im Jahr 2025. Das Unternehmen erwirtschafte in Österreich einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro – rund zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Bereich Home Comfort habe sich laut Unternehmen mit seinen Marken Bosch und Buderus erfolgreich, trotz des Auslaufens der Wärmepumpen-Förderung und einer verhaltenen Baukonjunktur gut behauptet. Das Geschäft mit Industriekesseln aus dem Werk in Bischofshofen erreichte einen neuen Umsatzrekord. Für 2026 rechnet Weinwurm in Österreich mit einem Wachstum von rund fünf Prozent.
200 Millionen in Forschung
Rund 200 Millionen Euro, entsprechend 18 Prozent des Landesumsatzes, flossen 2025 in Forschung und Entwicklung. Zusätzlich wurden 19 Millionen Euro in Standorte und Zukunftstechnologien in Österreich investiert, etwa in die Methanol-Infrastruktur am Fertigungsstandort Hallein und in den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur am Linzer Engineering-Center. Weinwurm: „Österreich spielt innerhalb der Bosch-Gruppe weiterhin eine bedeutende Rolle als Entwicklungskompetenzzentrum“, betont Weinwurm. „Dabei prägen wir auch Zukunftstechnologien in den zentralen Bereichen wie Wasserstoff und softwaredefinierte Mobilität.“
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Bosch in Österreich mit einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld. Geopolitische Spannungen und unsichere Energiepreise dämpfen die konjunkturelle Entwicklung. „Wir begegnen diesen Herausforderungen mit dem, was uns auszeichnet: unserer ausgeprägten Innovationskraft, einer breiten Aufstellung und dem großen Engagement unserer Mitarbeitenden“, meint Weinwurm.
Der Gesamt-Konzern plant für 2026 ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent und eine operative EBIT-Rendite auf vier bis sechs Prozent. „Als globaler Technologieführer gestalten wir engagiert die Trends Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz und schaffen damit auch die Voraussetzungen für profitables Wachstum unseres Geschäfts“, sagte Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte der Konzern den Umsatz leicht auf mit 91 Milliarden Euro (2024: 90,3 Milliarden Euro). Wechselkursbereinigt lag das Plus bei 4,1 Prozent. Die operative EBIT-Rendite betrug 2 Prozent (2024: 3,5 Prozent).