Der Toblacher See zählt zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften Südtirols. Umgeben von Wäldern und der markanten Kulisse der Dolomiten bietet er zu jeder Jahreszeit ein besonderes Panorama. Mitten in dieser Umgebung wurde das Restaurant Seeschupfe im Jahr 2023 umfassend neu gestaltet. Großflächige Verglasungen schaffen dabei eine enge visuelle Verbindung zwischen Innenraum und Natur und machen die spektakuläre Umgebung zu einem festen Bestandteil des Raumkonzepts.
Die Architektur setzt bewusst auf das Zusammenspiel von Transparenz und Natürlichkeit. Während sich die Holzfassade harmonisch in die alpine Landschaft einfügt und traditionelle Elemente aufgreift, sorgen großzügige Glasflächen für Leichtigkeit und einen modernen Ausdruck. Die Grenze zwischen Innen und Außen scheint sich aufzulösen: Gäste genießen nicht nur die regionale Küche, sondern vor allem die einzigartige Landschaft Südtirols.

Große Glasflächen, klare Linien
Um dieses Konzept umzusetzen, kamen Fenstersysteme und Fensterwände von Finstral zum Einsatz. Das Fensterwandsystem „Fin-Vista“ ermöglicht besonders große Glasflächen bei gleichzeitig schlanken Rahmenansichten. Ergänzt werden diese durch Schiebeelemente des Systems „Fin-Slide“, die einen fließenden Übergang zur Terrasse schaffen.
Auch gestalterisch wurden die Elemente konsequent auf das architektonische Konzept abgestimmt: Aluminiumprofile in Sablé Anthrazitgrau verbinden moderne Optik mit hoher Widerstandsfähigkeit. Die Ausführung „Nova-line Plus“ sorgt dafür, dass die Flügelrahmen von außen vollständig hinter dem Glas verschwinden. Zusammen mit dem tiefschwarz emaillierten Glasrand entsteht eine reduzierte, nahezu rahmenlose Ansicht, bei der die Verglasung selbst in den Mittelpunkt rückt.
Hohe Anforderungen an die Gebäudehülle
Die Seeschupfe liegt auf rund 1.260 Metern Höhe in der Klimazone F. Große Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter prägen die Klimaverhältnisse am Standort und stellen hohe Ansprüche an die Gebäudehülle.
Für die Fenster- und Fassadenelemente setzte Finstral daher auf hochwärmedämmende Dreifachverglasungen des Typs „Max-Valor“ mit Saint-Gobain „Eclaz“-Beschichtung sowie den Sicherheitsausstattungen „Bodysafe“ und „Multiprotect“. Zum Einsatz kamen verschiedene Varianten der Dreifach-Isolierverglasung, die Verbundsicherheitsglas, Floatglas und thermisch gehärtete Scheiben kombinieren. Die Verglasungen verfügen über Gesamtstärken von bis zu 52 Millimetern und Argon-gefüllte Scheibenzwischenräume zwischen 12 und 18 Millimetern. Diese Konstruktion ermöglicht eine hohe Wärmedämmleistung bei gleichzeitig hohen Anforderungen an Sicherheit, Stabilität und Nutzungskomfort.
Die Dreifachverglasungen erreichen Ug-Werte zwischen 0,6 und 0,7 W/m²K und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz des Gebäudes. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass die großflächigen Glasflächen auch bei niedrigen Außentemperaturen ein hohes Maß an Behaglichkeit im Innenraum gewährleisten.

Abstandhalter unterstützt die Wärmedämmung
Einen weiteren Beitrag zur Energieeffizienz leisten die eingesetzten „Swisspacer Ultimate“ Abstandhalter. Als thermisch optimierter Glasrandverbund reduzieren sie die Wärmeleitung im Randbereich der Isolierverglasung und unterstützen so die hohe Wärmedämmleistung des Fenstersystems.
Gerade unter den herausfordernden klimatischen Bedingungen des Standorts kommt dem Glasrandbereich eine besondere Bedeutung zu. Die Warme Kante-Technologie von Swisspacer minimiert Wärmeverluste im Übergangsbereich zwischen Glas und Rahmen und ergänzt damit die leistungsfähige Dreifachverglasung optimal. Dadurch lassen sich die energetischen Eigenschaften des gesamten Fensters verbessern – ein wichtiger Faktor in der Klimazone F, in der hohe Anforderungen an die Gebäudehülle gestellt werden.
Darüber hinaus trägt „Swisspacer Ultimate“ zu höheren Oberflächentemperaturen am Glasrand bei. Das kann das Risiko von Kondensatbildung im Randbereich reduzieren und den thermischen Komfort im Innenraum erhöhen.
Wärmebrücken minimieren – auch beim Einbau
Ebenso wichtig für die energetische Gesamtperformance eines Fensters ist die fachgerechte Einbindung der Elemente in die Gebäudehülle. Deshalb wurden die Fenster mithilfe der Montagezarge „Fin-Fix“ von Finstral montiert. Denn: Wärmeverluste entstehen nicht nur über Glas und Rahmen, sondern auch im Anschlussbereich zwischen Fenster und Baukörper. Die Montagezarge bildet hier die Schnittstelle zwischen Rohbau und Fensterelement und schafft die Voraussetzungen für einen wärmebrückenoptimierten Anschluss. Sie ermöglicht einen präzisen Einbau sowie eine dauerhaft zuverlässige Abdichtung der Anschlussfugen.
Gerade bei großflächigen Verglasungen kann die Ausführung des Einbaus einen erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Energieeffizienz eines Fensters haben. Die Montagezarge trägt dazu bei, die energetischen Eigenschaften des Fensters auch in der Einbausituation zu erhalten. So ergänzen sich Verglasung, Glasrandverbund und Einbaulösung zu einem Gesamtsystem, das den hohen Anforderungen des alpinen Standorts gerecht wird.

Komfort und Aussicht zu jeder Jahreszeit
Das Ergebnis ist ein Gebäude, das architektonische Offenheit mit hoher Energieeffizienz verbindet. Die großflächigen Verglasungen machen die Landschaft zu einem Teil des Raumerlebnisses, während die leistungsfähige Gebäudehülle für angenehme Temperaturen im Innenraum sorgt.
Ob an kühlen Frühlingstagen, während der sommerlichen Wandersaison oder an kalten Winterabenden: Das Restaurant Seeschupfe bietet seinen Gästen einen geschützten Ort mit freiem Blick auf die Natur Südtirols – und zeigt, wie moderne Verglasungslösungen selbst unter extremen Klimaverhältnissen Transparenz, Komfort und Energieeffizienz erfolgreich miteinander vereinen.
(bt)
