Österreich kann seine Klimaziele bis 2040 erreichen. Das zeigt eine aktuelle Studie zu den Potenzialen erneuerbarer Energien. In der Praxis wird dieser Weg laut Klima- und Energiefonds bereits von 47 österreichischen Städten beschritten, „die zentrale Maßnahmen der Energie- und Mobilitätswende umsetzen“, so der Fonds. Mit der FTI-Ausschreibung 2026 – „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ – werden nun weitere Forschungs- und Demonstrationsprojekte unterstützt. Ziel sei es, Städte klimaneutral und resilient weiterzuentwickeln sowie Energie-, Mobilitäts- und Gebäudesysteme umzubauen. Dafür stellen das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie der Klima- und Energiefonds rund 20 Millionen Euro zur Verfügung.
Städte entscheidend für Klimaschutz
„Städte sind entscheidend für den Klimaschutz: Sie verursachen rund drei Viertel der weltweiten CO₂-Emissionen und verbrauchen etwa 78 Prozent der Energie“, führt der Klimafonds weiter aus. Entsprechend entscheidend seien Innovationen – technologisch, sozial und wirtschaftlich –, um wirksame und nachhaltige Veränderungen voranzutreiben. „Österreichs Pionierstädte übernehmen dabei eine Vorreiterrolle und setzen ambitionierte Klima- und Energieziele konsequent um.“
„Mit der FTI-Ausschreibung 2026 setzen wir gezielte Impulse für klimaneutrale und resiliente Städte und Gebäude. Damit die Menschen auch in Zukunft gut wohnen und arbeiten können, fördern wir Forschung und Entwicklung in den Bereichen Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft“, meint Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke. „Neben den (Pionier-)Städten sprechen wir dabei insbesondere auch gemeinnützige Bauträger an, die eine wichtige Rolle für leistbares Wohnen spielen. Denn Klimaschutz und leistbares Wohnen müssen gemeinsam gedacht werden.“
Lösungen für die Praxis
„Im Rahmen dieser Ausschreibung werden in den Städten praxistaugliche Lösungen entwickelt, getestet und umgesetzt“, so Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. „Über den Austausch im Netzwerk können andere Städte dieses Know-how direkt nutzen und erfolgreiche Ansätze übernehmen. So lassen sich Lösungen einfacher verbreiten und skalieren.“
Unterstützt wird mit der Ausschreibung die Entwicklung innovativer urbaner Technologien und Systeminnovationen. Pilotquartiere und -gebäude, die die Erreichung der Klimaneutralität und Klimaresilienz in (Pionier-)Städten demonstrieren, stehen dabei ebenso im Fokus. Österreichische (Pionier-)Städte, gemeinnützige Bauträger sowie alle Akteur*innen, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsfragen in diesem Kontext beschäftigen, können sich um Fördergelder aus dem Programm bewerben.
Die Schwerpunkte der Ausschreibung sind:
1. Urbane Technologien
2. Urbane Systeminnovationen
3. Urbane Pilotdemonstrationen
4. Mobilisierung und Vernetzung für serielles und modulares Sanieren
5. F&E Dienstleistungen
Heuer werden erstmals in Schwerpunkt 3.2 Quartiers- und Gebäudedemonstrationen kombinierte Projekte gefördert. Ein kombiniertes Projekt setzt sich aus zwei integralen, miteinander abgestimmten Teilen zusammen: einem kooperativen F&E-Projekt (Abwicklung über FFG) sowie einem innovativen Demonstrationsprojekt (Abwicklung über KPC). Mit diesem Modell können heuer erstmals auch Investitionskosten gefördert werden.
Die Projektanträge müssen mittels eCall eingereicht werden, die Frist dafür endet am 01.10.2026 (10:00 Uhr). Vorgespräche mit KPC und FFG sind bis 17.09.2026 für die Einreichung von Innovationslaboren (im Subthema 2.3) und Quartiers- und Gebäudedemonstrationen (im Subthema 3.2) verpflichtend, Beratungsgespräche mit der FFG werden zusätzlich empfohlen.
Leitfaden: http://www.klimafonds.gv.at/wp-content/uploads/2026/05/Leitfaden_TIKS_2026__e_bf.pdf