Der steierische Baustoffproduzent Knauf will bis 2030 den Großteil seiner Logistik elektrifizieren. Bereits heuten setzen die Mehrheit der beauftragten Unternehmen laut Knauf E-Lkw ein. Dazu zählen die Logistiker Inno Riedel, Spedition Huber und Schachinger Logistik. Neben dem verstärkten Einsatz von elektrisch betriebenen Lkw – der Flottenanteil der E-Lkw soll bis 2030 rund 50 Prozent betragen – sollen auch die Bahntransporte einen wesentlichen Beitrag leisten. „Gemeinsam mit unseren Partnern treiben wir die Elektrifizierung unserer Transportkette konsequent voran und kommen unserem Ziel, bis 2030 den Großteil unserer Logistik emissionsarm aufzustellen, einen entscheidenden Schritt näher“, sagt Christoph Kaurzinek, Logistikleiter von Knauf, zur Strategie.
Sauberes Logistikkonzept
Einen entscheidenden Beitrag leistet laut Knauf das intermodale Logistikkonzept für den Transport des Naturgipses von Tragöß zur Weiterverarbeitung nach Weißenbach: Mit der Verknüpfung von Bahn und E-Lkw hatte Knauf seine zukünftige Logistikstrategie gestartet. „Als wir vor mehr als zwei Jahren mit der Umsetzung dieses Logistikkonzepts begonnen haben, übernahmen wir eine Vorreiterrolle. Davon profitieren viele – allen voran die Bevölkerung, die dank des Einsatzes der E-Lkw spürbar von weniger Staub und Lärm entlastet wird,“ meint Hannes Pichler, Geschäftsführer von Inno Riedel. Prokuristin Julia Heißenberger von Silo Riedel, das gemeinsam mit Innofreight das Joint-Venture Inno Riedel bildet, ergänzt, dass es gemeinsam gelungen sei, die CO₂-Emissionen entlang der kompletten Logistikkette um 84 Prozent zu reduzieren. Dieses innovative Konzept wurde auch bei der Verleihung des Mobilitätspreises 2024 in der Kategorie „Klimaverträglicher Güterverkehr und Logistik“ ausgezeichnet