Das vierzehngeschossige Springer-Hochhaus prägt seit 70 Jahren die Hamburger Skyline. Verleger Axel Springer leitete von hier aus den Aufstieg seines Verlagsimperiums. Die Architekt*innen von Gerkan, Marg und Partner (GMP) haben das denkmalgeschützte Verlagshochhaus von Ferdinand Streb aus dem Jahr 1956 behutsam saniert und mit einem Neubau ergänzt.

Große Herausforderung

Dabei stand das Architekturbüro vor der Herausforderung, historische Elemente eines wichtigen deutschen Medienstandorts mit zeitgenössischen Baustilen zu verschmelzen. Fassade, Lobby- und Eingangsbereich des Gebäudeteils A stehen unter Denkmalschutz. Auf 61.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist ein Nutzungsmix aus Büros, Wohnungen, Einzelhandel und Gastronomie entstanden. Heute wird hier unter anderem für den Axel-Springer-Verlag, den Wirtschaftstreuhänder KPMG und den Bauherrn, die Momeni Gruppe, gearbeitet.

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Dünner Beton

Neben zu dünn aufgetragenem Beton auf der Bewehrung begegneten den Architekten bei der Sanierung all jene Herausforderungen, die ein filigranes Denkmal der Nachkriegsmoderne mit sich bringen kann: vom Brandschutz über die Absturzsicherung bis zu der nicht vorhandenen Wärmedämmung und der begrenzten Tragfähigkeit der Decken.

Ein besonderes Augenmerk der Architekt*innen lag auf der Gebäudehülle. An die Stelle der historischen Riemchen der Brüstungsfelder trat heller, quarzglitzernder Warthauer Sandstein. Die schmalen Stege, die zwischen den bearbeiteten Feldern entstanden, halten eine Erinnerung an die einstigen Riemchen wach und verleihen der Fassade eine lebendige, fast skulpturale Qualität.

Neuer Komplex

Dort, wo sich einst die Druckerei an das Hochhaus anschloss, entstand ein achtgeschossiger Büro- und Geschäftskomplex in der Art der klassischen Hamburger Kontorhäuser. Das Gebäude umschließt zwei Höfe und beherbergt 53 Wohnungen mit französischen Fenstern sowie Glasbrüstung. Die Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments mit 45 bis 95 Quadratmetern Wohnfläche richten sich an Wochenpendler, Studierende und Kleinfamilien.

Die Fassade des Neubaus nimmt zu den Straßen hin die strukturierte Raster-Sachlichkeit des Altbaus auf und übersetzt sie in eine angenehm abgestufte Fassade aus beigem Kalk- und Sandstein. Großzügige Fensteröffnungen mit dunklen Rahmen runden das Erscheinungsbild ab. Zu den beiden Höfen hin kam ein Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz.

Verlegerbüro als Krone

Die Krone des Springer-Hochhauses ist das restaurierte Verlegerbüro, hoch über der Stadt. Harmonisch fügen sich die von GMP entwickelten neuen Elemente wie die Kastenfenster in den historischen Kontext des Raums. Im Zuge der Sanierung wurde unter dem einst von Axel Springer in Auftrag gegebenen Teppich das originale Parkett entdeckt und fachgerecht aufgearbeitet. Darüber befindet sich das einstige Casino, das heute als Großraumbüro der ansässigen Redaktionen der Bild-Zeitung Hamburg dient.

Liebe zum Detail

Die Liebe zum Detail zeigt sich auch in den Sanitärräumen des Quartiers. Im sanierten Springer-Hochhaus blieben Armaturen der Grohe-Linie Atlanta Exquisite aus den Jahren 1970 bis 1983 erhalten. Dank robuster Brillant-Griffe haben diese Armaturen die Jahrzehnte unbeschadet überstanden und setzen bis heute stilvolle Akzente in den historischen Räumen.

Einen Kontrapunkt zur Geschichte bildet die moderne Gebäudetechnik in den Büros des Bauherrn. Hier sorgt die Küchenarmatur Grohe Blue Professional auf Knopfdruck für frisches Trinkwasser – gekühlt, gefiltert und mit der gewünschten Menge Kohlensäure versetzt. „Das Wassersystem spart nicht nur Platz in Kühlschränken und Lagerräumen, sondern schont auch die Umwelt. Denn Grohe Blue hat einen deutlich niedrigeren CO₂-Fußabdruck als Wasser in Flaschen und reduziert Transportwege sowie Verpackungsmüll“, heißt es bei Grohe.

Lebendiges Quartier

Das Springer Quartier zeigt, wie sich denkmalgeschützte Bausubstanz mit zeitgemäßen Anforderungen an Nutzung, Energieeffizienz und Komfort verbinden lässt. Hier fügen sich journalistische Gegenwart sowie Architektur-, Medien- und Zeitgeschichte zu einem lebendigen urbanen Quartier zusammen.

Küchenarmatur Grohe Blue Professional: auf Knopfdruck frisches Trinkwasser.
Küchenarmatur Grohe Blue Professional: auf Knopfdruck frisches Trinkwasser. © © HGesch
Verlegebüro über den Dächern der Stadt.
Verlegebüro über den Dächern der Stadt. © © HGesch