Als „Verunsicherung von Konsument*innen und Gefährdung von Arbeitsplätzen“ kritisiert der Branchenverband Pro Pellets Austria die Aussagen der Arbeiterkammer (AK) zu den Pelletpreisen. „Richtig ist, dass Pellets, trotz Preissteigerungen, der mit Abstand günstigste Komfortbrennstoff sind“, meint Geschäftsführerin Doris Stiksl. „Eine Tatsache ist auch, dass es in Österreich noch mehr als 1,2 Millionen fossile Heizungen gibt, die Österreicher*nnen massiv finanziell belasten, die uns abhängig von Energieimporten machen und die dringend getauscht werden müssen“, ergänzt sie. „Es wäre wichtig, wenn die AK für den Heizungstausch und Ausstieg aus Öl Überzeugungsarbeit leisten würde, statt zu verunsichern.“

Anderes Bild

Die aktuelle Preisentwicklung bei Pellets, so der Branchenverband, sei vor allem auf höhere Rohstoff-, Produktions- und Personalkosten zurückzuführen. Der langfristige Vergleich zeige jedoch ein anderes Bild: „Inflationsbereinigt ist der Pelletpreis in den vergangenen zehn Jahren weitgehend stabil geblieben. Die deutliche Preisspitze infolge der Energiekrise nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine war eine außergewöhnliche Marktsituation und kein langfristiger Trend.“ Stiksl rät dringend zum Umstieg und dazu, die aktuellen Förderungen des Bundes und der Länder rasch zu beantragen.

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Pellet-Preise
Pellets-Preise: Günstiger als Heizöl und Erdgas. © proPellets Austria

Die Argumente von Pro Pellets Austria für den Umstieg:

1. Haushaltsbudget entlasten: Pellets sind der günstigste Komfortbrennstoff und sparen dem Haushalt zwischen 1.800 und 2.500 Euro beim Umstieg von Öl und Gas, in fünf Jahren bereits mehr als 12.000 Euro. Kaufkraft, die für andere Investitionen bereitsteht und nicht außer Landes geht.

2. Unabhängigkeit und Wertschöpfung stärken: Pellets ersetzen fossile Energieimporte durch heimische Energie. Das stärkt die Versorgungssicherheit, hält Wertschöpfung in Österreich und sichert entlang der Biomasse-Wertschöpfungskette rund 65.000 Arbeitsplätze.

3. Klimaschutz: Eine Pelletheizung verursacht 98 Prozent weniger CO₂ als das Heizen mit Öl. Jahrzehntelanger Einsatz fossiler Brennstoffe hat maßgeblich zum Klimawandel beigetragen — dessen Folgen wir mit Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und Tropentagen bereits deutlich spüren.