„Die Vorwandinstallation hat sich in Österreich mittlerweile etabliert“, meint Ronie Balnik. Und damit ist der Produktmanager Installationssysteme bei Geberit Österreich nicht allein: „Die Vorwandinstallation hat sich in den vergangenen Jahren von einer rein technischen Installationsmethode zu einem zentralen Element moderner Bad- und Gebäudekonzepte entwickelt. Auch in Österreich entwickelt sich dieser Bereich weiterhin positiv“, bestätigt man bei Tece.
Viele Vorteile
Während andere Bereiche in der HSK-Branche schwächeln, erfreuen sich Produkte rund um die Vorwandinstallation ordentlicher Nachfrage. „Wir sind mit unserer Entwicklung im Bereich der Vorwandinstallation zufrieden“, bestätigt Christian Babinetz, Verkaufsleiter bei Laufen Austria.
Die Vorwandinstallation erweist sich vor allem bei Sanierungen immer öfter als Lösung der Wahl. „Dadurch, dass die Leitungen und Anschlüsse vor die Wand verlegt worden, sind keine aufwendigen Stemmarbeiten notwendig, dies ist vor allem bei dünnen Wänden oder in der Altbaurenovierung ein großer Vorteil“, meint Babinetz. „Ein Vorsatzelement nimmt zwar etwas Raumtiefe weg, diese wird jedoch durch das Wegfallen eines sichtbaren Spülkastens wieder eingespart. Das Gesamterscheinungsbild ist wesentlich eleganter und erfüllt so heutige Designansprüche.“
„Insbesondere bei Sanierungen spielen moderne Vorwandsysteme ihre Stärken aus“, weiß man auch bei Tece. „Veraltete Installationen können ohne aufwendige Stemmarbeiten modernisiert werden, gleichzeitig entstehen neue Freiräume für die Badgestaltung.“ Ablageflächen, Raumteiler, freistehende Installationswände oder teilhohe Vorwandkonstruktionen, so Tece weiter, ermöglichen individuelle Raumkonzepte und schaffen zusätzlichen Nutzen. „Gleichzeitig verbessern Vorwandlösungen den Schall- und Feuchtigkeitsschutz und ermöglichen eine saubere Integration der gesamten Haustechnik.“
Viele Vorteile
Tece Österreich-Geschäftsführer Thomas Hagenauer bringt die Vorteile folgendermaßen auf den Punkt: „Wir beobachten, dass Vorwandinstallationen heute weit mehr leisten müssen als das bloße Verbergen von Leitungen“, sagt er. „Sie schaffen Gestaltungsfreiheit, erhöhen den Nutzungskomfort und bieten dem Fachhandwerk die Möglichkeit, individuelle Badkonzepte wirtschaftlich umzusetzen.“
Das Fachhandwerk hat auch Geberit-Produktmanager Balnik im Blick: „Für den Installateur sind – nach dem Preis – folgende Aspekte besonders wichtig. Das ist zum einen die einfache, schnelle und sichere Montage, denn die Zeit auf der Baustelle wird immer knapper“, meint Balnik. „Ein weiterer Vorteil für den Installateur ist es, wenn er – wie bei Geberit – alle Komponenten aus einer Hand beziehen kann, da diese dann perfekt aufeinander abgestimmt sind“, erläutert Balnik weiter. „Das beginnt hinter der Wand beim Montageelement, geht über den Spülkasten bis vor die Wand zur WC-Keramik.“
Reichlich Innovationen
Die Hersteller sind nicht müßig und warten in diesem Segment mit einer Reihe von Innovationen und Verbesserung auf. Geberit sein Duofix Installationselement weiterentwickelt. Es verfügt über zusätzliche Möglichkeiten für die Befestigung an der Rückwand- unter anderem ausziehbare Laschen für die Befestigung am vertikalen Ständerwerk und zusätzliche Höhenmarkierungen. Die verbesserte Hydraulik des Spülkastens durch das Füll- und Spülventil sorgt laut Geberit „zudem für einen flüsterleisen Spülvorgang der WC-Keramik“.
Die Ausschubmodule Typ S Modelle von Geberit-Tochter Huter bieten durch ihr Baukastensystem eine hohe Flexibilität. Mit den vorgefertigten Serienartikel Huter ASM Typ S profitiert der Installateur zudem von einer schnellen Lieferung. „Während der Bauphase sind die kurzen Montagezeiten und die klare Gewerketrennung zwischen Installateur und Trockenbauer die großen Vorteile“, so Balnik.

Laufen-Verkaufsleiter Babinetz verweist auf die hauseigenen Ineo-Vorwandelemente als „qualitativ hochwertige und preislich attraktive Alternative zu bestehenden Lösungen am Markt“. Sie überzeugen, so Babinetz, durch ihre hohe Montagefreundlichkeit und Stabilität – gefertigt in den eigenen Werken in Deutschland. „Unser System ist sehr flexibel und kann bei Waschtischen, Bidets, WCs, Dusch-WCs und Urinalen eingesetzt werden“, sagt der Laufen-Manager.
Babinetz zählt die weiteren Vorteile des Installationssystems auf: Dazu „gehören, je nach Ausführung, ein integrierter E-Anschluss sowie ein Leerrohr für Dusch-WCs und weitere verschiedene Anschlussrohre, ein Füllventil mit Marken-Eckventil und einer aus Karton bestehenden Ausschnitthilfe für Verkleidungsplatten“. Der isolierte Spülkasten ist mit einem Einwurfschacht für Spülkastenwürfel ausgestattet. Ein weiteres Argument: „Unsere Spülstromdrossel ist einstellbar, ohne diese zerlegen zu müssen und die Wasserauslösung funktioniert mittels Kabel.“

Zu den aktuellen Produkthighlights von Tece zählt das neue Teceprofil Octa-Modul. „Durch seine besonders geringe Einbautiefe ermöglicht es platzsparende Vorwandlösungen selbst dort, wo bisher kaum Raum für moderne Sanitärtechnik zur Verfügung stand“, sagt der Hersteller. Neben den funktionalen Vorteilen rückt aus Sicht von Tece zunehmend die Effizienz der Bauprozesse in den Mittelpunkt. Der Hersteller bietet hier die kostenlose Planungssoftware Tecesmartwall an. Mit ihr können Installationswände bereits vor der Montage geplant, kalkuliert und dokumentiert werden. Darüber hinaus ermöglicht die Software die werkstattseitige Vorfertigung kompletter Vorwandkonstruktionen. Dazu Tece Österreich-Chef Hagenauer: „Gerade diese Kombination aus technischer Funktion, planerischer Freiheit und individueller Gestaltung macht moderne Vorwandtechnik so attraktiv.“
