Die Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ beendet ihre Arbeit. Sie hat zwei neue Tunnel für die Wiener U-Bahn-Linie U2 mit insgesamt 4,2 Kilometern zwischen Matzleinsdorfer Platz und Augustinplatz gegraben. Zusammen mit den bereits mit Baggervortrieb nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise gebauten Tunneln bis Rathaus und dem U5-Tunnel von Rathaus bis Frankhplatz ist die Verbindung der ersten Baustufe von U2 und U5 nun komplett.

Meileinstein für Wien

Der Abschluss der Tunnelarbeiten für die erste Baustufe des U-Bahn-Ausbaus sei ein Meilenstein für die Stadt Wien, meint Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien: „Die Investitionen in den Ausbau der U2 zum Wienerberg und in den Neubau der U5 nach Hernals zeigen: Wien setzt konsequent auf leistungsfähige Öffis als Rückgrat der städtischen Mobilität – und als Antwort auf Wachstum, Klimaziele und steigenden Bedarf.“

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Die beteiligten Baukonzerne Porr und Strabag zeigen sich ebenfalls zufrieden. „Der U2-Ausbau wird einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung leisten und das öffentliche Verkehrsangebot für hunderttausende Menschen verbessern. Mit dem finalen Durchschlag ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Besonders wichtig ist für mich, dass wir diese anspruchsvolle Projektphase mit einem hohen Maß an Sicherheit umsetzen konnten“, meint Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. „Für diese gemeinsame Leistung danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unserem ARGE-Partner und den Wiener Linien sehr herzlich.“

„Mit dem erfolgreichen Abschluss des Tunnelvortriebs für beide Gleise haben wir einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der U2 erreicht. Dieser Erfolg beruht auf technischer Spitzenleistung, präziser Planung, technisch ausgefeilten Lösungen und dem außerordentlichen Engagement aller Projektbeteiligten“, sagt Strabag-Vorstand Gerhard Urschitz. „Die enge Zusammenarbeit der Teams hat wesentlich dazu beigetragen, dieses komplexe Infrastrukturprojekt sicher und erfolgreich voranzubringen. Auf diese gemeinsame Leistung können wir stolz sein.“

Nun beginnt die nächste Phase von U2xU5: Der Innenausbau der Stationen. 2030 soll die neue U2-Strecke und die vollautomatische U5 in Betrieb gehen. Auch die Vorbereitungen für die zweite Baustufe mit der U5 bis Hernals und der U2 bis Wienerberg laufen.

Der Öffi-Ausbau U2xU5 ist Wiens größtes Infrastruktur- und Klimaschutzprojekt. Es bietet laut Wiener Linien Kapazitäten für 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr. Durch die mögliche Reduktion des Autoverkehrs können demnach bis zu 75.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. „Das entspricht der Umweltleistung eines Waldes mit sechs Millionen 30 Jahre alten Bäumen“, so die Wiener Linien. Der U-Bahn-Ausbau bringt eine Entlastung für stark befahrene Linien wie U6, U3, 43 und 13A. Die U5 wird nach Fertigstellung der ersten Baustufe (ab 2030) vom Karlsplatz bis zum Frankhplatz fahren. Die U2 bekommt in der 1. Baustufe (2030) ab der Station Rathaus, wo sich beide Linien kreuzen, einen neuen Süd-Ast bis zum Matzleinsdorfer Platz und fährt in der 2. Baustufe bis zum Wienerberg. Die U5 wird in der 2. Baustufe bis nach Hernals verlängert.