Open House Wien findet heuer zum elften Mal statt und lädt von 25. bis 27. September dazu ein, zeitgenössische Architektur und Stadtentwicklung aus nächster Nähe kennenzulernen. Das Festivalprogramm umfasst 53 Gebäude und Freiflächen in Wien und Umgebung, die kostenlos und ohne Voranmeldung besichtigt werden können. Begleitet werden die Besuche von Volunteers und Fachleuten, die Hintergründe zu Architektur, Baukultur und Stadtentwicklung vermitteln.

Nach Angaben der Veranstalterinnen und Veranstalter besuchen jährlich rund 20.000 Menschen das Festival. Open House Wien ist Teil der internationalen Initiative Open House Worldwide die in mehr als 60 Städten auf fünf Kontinenten stattfindet und nach eigenen Angaben fast zwei Millionen Besucher*innen erreicht.

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Resilienz und Transformation im Mittelpunkt

Inhaltlich stehen heuer die Themen Resilienz und Transformation im Fokus. Vorgestellt werden Projekte, die zeigen sollen, wie Gebäude und Stadtquartiere auf klimatische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen reagieren können und wie sich bestehende Bauten durch Umnutzung oder Sanierung weiterentwickeln lassen.

„Architektur ist weit mehr als die Gestaltung einzelner Gebäude – sie prägt, wie wir leben, arbeiten und einander begegnen. Mit Open House Wien möchten wir Menschen dazu einladen, diese Zusammenhänge zu entdecken, Architektur zu erleben und auch zu verstehen. Wenn Gebäude ihre Türen öffnen und die Geschichten dahinter sichtbar werden, entsteht ein neuer Blick auf die eigene Stadt“, sagt Inge Boch, Festivalleiterin von Open House Wien.

Roots House mit Holzfassade.
Roots House. © Roots Energy

Zu den Projekten mit dem Schwerpunkt Resilienz zählt unter anderem das Roots House, das Möglichkeiten für die schrittweise Umstellung bestehender Gebäude auf erneuerbare Wärmeversorgung aufzeigt. Die Kleine Stadt Farm widmet sich urbaner Selbstversorgung, Biodiversität und nachhaltigen Kreisläufen, während das Wohnprojekt Assemblage Niklas Eslarn gemeinschaftliches Wohnen mit nachhaltigen Baustoffen verbindet. Weitere Stationen sind unter anderem das Kollektiv Kaorle auf dem Otto Wagner Areal, das Pilotprojekt Deutschordenstraße, In Generationen Wohnen sowie die Bildungseinrichtung Willi Resetarits.

Zeitgleich mit dem Tag des Denkmals

Der Schwerpunkt Transformation wird unter anderem anhand des Projekts Sophie 7 veranschaulicht, bei dem ein ehemaliger Spitalsstandort zu einem Stadtquartier weiterentwickelt wird. Weitere Beispiele sind das Reallabor Fassfabrik, das Filmquartier Wien, der Umbau eines Siedlungshauses in Hetzendorf sowie Projekte wie das Funkhaus Wien, das Nordwestbahnhofareal, das Atelier Z57 und die VinziRast am Land. Erstmals findet Open House Wien zeitgleich mit dem österreichweiten Tag des Denkmals statt, der am 27. September vom Bundesdenkmalamt organisiert wird. Beide Veranstaltungen ermöglichen an diesem Wochenende Einblicke in zahlreiche sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude.

Bildungseinrichtung Willi Resetarits im Sonnenschein.
Bildungseinrichtung Willi Resetarits. © Romana Fürnkranz

„Der Tag des Denkmals und Open House Wien an einem Wochenende – das ist eine großartige Gelegenheit, Österreichs kulturelles Erbe zu entdecken. Dass einige Objekte im Rahmen beider Veranstaltungen ihre Türen öffnen, zeigt nicht nur die Vielfalt, die Unterschiedlichkeit und den Mehrwert unserer Denkmale, sondern auch die gelungene Zusammenarbeit der Teams des Tag des Denkmals und von Open House Wien. Für Kulturinteressierte ist das eine Einladung, Österreichs Baukultur mit all ihren Facetten kennenzulernen“, sagt Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes in Wien.

Nach Angaben der Veranstalter soll das Festival zeigen, wie bestehende Gebäude ressourcenschonend weiterentwickelt, neue Nutzungen geschaffen und lebenswerte Räume für kommende Generationen gestaltet werden können.