160.000 Kilometer haben die Teilnehmenden des Passathon 2026 gemeinsam mit dem Fahrrad zurückgelegt. Nach Angaben der Veranstalter wurden dabei rund 60.000 Besuche bei Gebäuden erfasst, die als Beispiele für klimaschonende Architektur ausgewählt worden waren. Die Aktion lief von 20. März bis 30. September und umfasste alle neun Bundesländer.
Die 808 sogenannten Leuchtturmobjekte verteilen sich auf 283 Gemeinden und Bezirke. Vorgeschlagene Radrouten führten zu Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Gewerbebauten. Über die App der Mitmachaktion „Österreich radelt“ erhielten die Teilnehmenden Informationen zu den einzelnen Objekten. Die Veranstalter wollen damit zeigen, wie sich Energiebedarf und Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch Planung, Bauweise und Sanierung verringern lassen.
Passivhausstandard im Neubau und Bestand
Ein Beispiel ist das im September eröffnete Studierendenwohnheim Monu in Dornbirn. Das Projekt verbindet einen denkmalgeschützten Industriebau mit einem Neubau und bietet nach Angaben der Aussendung 83 Wohnungen im Passivhausstandard. Für den Betreiber OeAD Student Housing ist es bereits das neunte Gästehaus in Österreich, das nach diesem Standard umgesetzt wurde.
Auch Wohnbauprojekte gemeinnütziger Bauträger wie Neue Heimat Tirol, Sozialbau und WBV-GPA in Wien sowie KSW in Kärnten waren Teil der Aktion. Die ausgewählten Gebäude sollen unterschiedliche Wege zu energieeffizientem Bauen aufzeigen – sowohl im Bestand als auch im Neubau.
Wien Museum am häufigsten besucht
Das meistbesuchte Objekt war heuer das Wien Museum am Karlsplatz: 169 Teilnehmende registrierten dort einen Besuch. Dahinter folgte das Plusenergie-Bürohochhaus der Technischen Universität Wien mit 162 Erkundungen. Unter den erstmals aufgenommenen Gebäuden lagen die Sanierung des Pfarrhofs Schottenfeld in Wien mit 77 und die Ganztagsschule mit Turnsälen in Salzburg-Nonntal mit 76 Besuchen vorne.
Die meisten Objektbesuche entfielen auf die Route Wien Zentrum, gefolgt von Innsbruck. Den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete laut Veranstaltern das Burgenland mit 13 Prozent. In Salzburg stieg die Zahl der Besuche um neun Prozent, in Kärnten um acht Prozent.
Die Einzelwertung gewann Anton Draskovits aus dem Burgenland. Er besuchte alle 808 Gebäude und legte dafür mehr als 2.200 Radkilometer zurück. Auch der zweitplatzierte Bernhard Müller aus Vorarlberg erreichte sämtliche Objekte. Peter Türk aus Niederösterreich folgte mit 772 Gebäuden. In der Teamwertung setzte sich wie im Vorjahr Parents for Future durch.
