Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband (BRV) veranstaltet am 4. November 2026 seine Jahrestagung unter dem Titel „Perspektiven für die Bau- und Recyclingwirtschaft“. Im Roomz Hotel & Conference Center Vienna Prater treffen Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Praxis zusammen.

Nach der Begrüßung durch Thomas Kasper, Vorsitzender des BRV, eröffnet Alexandra Strickler, Umweltexpertin bei Global 2000, die Tagung mit der Keynote „Ressourcen neu denken“. Dabei geht es um die Zusammenhänge zwischen Ressourcenverbrauch, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft sowie um daraus resultierende Anforderungen an die Bauwirtschaft.

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Neue Vorgaben für Deponien und Aushub

Einen Schwerpunkt bilden bevorstehende rechtliche Änderungen. Fachleute des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) informieren über die Novelle der Deponieverordnung und die neue Aushubverordnung. Ergänzend sollen praktische Fragen zur Umsetzung der neuen Regelungen behandelt werden.

Weitere Programmpunkte beschäftigen sich mit europäischen Entwicklungen bei Rückbau und Recycling, der stärkeren Einbindung von Re-use-Konzepten und neuen Anforderungen an Rückbauaudits. Auch Ansätze für das Recycling von Mineralwolle sowie nationale und europäische Rahmenbedingungen und Normungsvorhaben stehen auf der Agenda.

Asbest als Schwerpunkt

Am Nachmittag rückt das Thema Asbest in den Mittelpunkt. Behandelt werden Normungsvorhaben zur Probenahme und Analyse von Asbest in Abfällen und Aushubmaterialien sowie geogen bedingte Asbestvorkommen in Gesteinskörnungen. Darüber hinaus thematisiert die Veranstaltung aktuelle Entwicklungen im österreichischen Baustoff-Recycling. Eine abschließende Podiumsdiskussion soll die Auswirkungen der vorgestellten Entwicklungen auf die Praxis beleuchten.

„Die Bau- und Recyclingwirtschaft befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Neue gesetzliche Vorgaben, steigende Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft und die Schonung natürlicher Ressourcen erfordern innovative Lösungen und einen intensiven Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft“, sagt Tristan A. Tallafuss, Geschäftsführer des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbands in Wien.