Die Kapo Fenster und Türen blickt auf eine fast 100-jährige Firmengeschichte zurück. Das Jubiläum im nächsten Jahr begeht das Unternehmen bereits an seinem neuen Produktionsstandort am Ökopark Hartberg, in den rund elf Millionen Euro investiert wurden. Die Produktionsstätte wurde im Rahmen eines Brownfield-Ansatzes auf einer ehemaligen Baurestmassedeponie in Fachwerk-Holzbauweise errichtet – ohne neue Flächenversiegelung.
Über das Jahr gerechnet erzeugt das Unternehmen mehr Energie, als für die Produktion benötigt wird. „Wir steuern unser Werk durch Photovoltaik, ein eigenes Biomasse-Heizkraftwerk und intelligente Energierückgewinnung autark“, erklärt Geschäftsführer Stefan Polzhofer. Für die Wärmeautarkie sorgen Pellets, die Kapo täglich aus rund 1,5 Tonnen Restholz in der eigenen und mit Solarstrom betriebenen Pelletieranlage fertigt. Rund zwei Drittel der Pellets sind Überschuss und werden an einen regionalen Abnehmer verkauft.
Kreislaufwirtschaft durch Verzicht auf Biozide und Klebetechnik
Ein entscheidender Faktor für die Nachhaltigkeit ist der biozidfreie Holzschutz. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Holzfenster am Ende ihres jahrzehntelangen Lebenszyklus wieder sortenrein in den Kreislauf kommen“, betont Polzhofer. Auch bei Holz-Aluminium-Fenstern werde auf Verklebung verzichtet; die Alu-Deckschalen werden mechanisch über ein Clip-System verbunden und können bei Bedarf binnen Sekunden getrennt werden.

Laut Polzhofer ist Kapo der einzige überregionale Fensterhersteller in Österreich, der aus ökologischer Überzeugung konsequent auf Kunststofffenster verzichtet. Das Unternehmen treibt zudem Forschungsprojekte voran, etwa ein FFG-Projekt über die Produktion von Biokohle aus alten Holzfensterrahmen.
Sanierung von Bestandsbauten und Denkmalschutz als Kernmärkte
Besonders großes wirtschaftliches Potenzial ortet Polzhofer in der Sanierung von Bestandsobjekten sowie im Denkmalschutz. „Wir können jedes, auch historische Fenster, millimetergenau und nach höchsten Energiestandards originalgetreu fertigen“, sagt er. Damit sei Kapo ein gefragter Partner von Architekt*innen sowie Bauherren, die im Bestand Werte erhalten wollen, und zugleich unabhängiger von der volatilen Baukonjunktur.
Kampagne geht in den Endspurt
Auf der Finanzierungsplattform Conda können Interessierte noch bis 31. Juli 2026 eine nachrangige Unternehmensanleihe von Kapo zeichnen. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis 30. April 2030 hat einen fixen Zinssatz von acht Prozent pro Jahr. Ein Investment ist ab 250 Euro möglich. „Bisher wurden rund 500.000 Euro investiert“, sagt Co-Geschäftsführer Othmar Sailer.