Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und der technologische Wettlauf verändern die Rahmenbedingungen der Wirtschaft. Standards schaffen gemeinsame Grundlagen für Innovation, sichern Marktzugang und stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit, so das Fazit der Veranstaltung.

Standards als Orientierung in einer komplexen Welt

„Standards sind ein Ausdruck gemeinsamer Verantwortung. Sie führen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrung und Fachwissen zusammen und machen daraus tragfähige Lösungen“, sagte Anton Ofner, Präsident von Austrian Standards International. In Zeiten tiefgreifender Veränderungen schafften sie Orientierung, Vertrauen und Verlässlichkeit.

Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards, unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung: „Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Wissen, Innovation und Umsetzung zusammenkommen. Standards schaffen als gemeinsame Sprache die Grundlage für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.“ Man entwickele Austrian Standards konsequent weiter als Plattform für Wissen, digitale Lösungen und internationale Vernetzung.

Wechsel im Präsidium

Im Rahmen der Vollversammlung wurde Manfred Matzka, langjähriger Vizepräsident von Austrian Standards International, verabschiedet. „Standardisierung lebt vom Dialog und von der Bereitschaft, unterschiedliche Interessen zu gemeinsamen Lösungen zusammenzuführen“, sagte er. Präsident Anton Ofner dankte ihm für sein Engagement über viele Jahre.

Neuer Vizepräsident ist Karl-Heinz Strauss, Vorstandsvorsitzender der Porr AG. „Wer große Projekte erfolgreich umsetzen will, braucht gemeinsame Spielregeln. Standards schaffen Vertrauen zwischen Auftraggebern, Unternehmen und Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, erklärte Strauss. Er wolle die Positionierung von Austrian Standards International als Türöffner zu globalen Märkten stärken.

Keynote von Othmar Karas

Den Abschluss bildete eine Keynote von Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach, zum Thema „Globale Dynamiken im Wandel: Die Folgen für Europa“. „Europa kann seine Zukunft nur dann erfolgreich gestalten, wenn es wirtschaftliche Stärke, technologische Kompetenz und politische Handlungsfähigkeit miteinander verbindet. Gemeinsame Standards sind dabei ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor“, sagte Karas. Sie schafften Verlässlichkeit, förderten Innovation und stärkten Europas Position im globalen Wettbewerb.

Die Vollversammlung zeigte, dass in einer Welt zunehmender Unsicherheit gemeinsame Regeln, internationale Zusammenarbeit und die aktive Mitgestaltung von Standards weiter an Bedeutung gewinnen.