„Der Krieg im Nahen Osten, blockierte Transportrouten und Rekordpreise an den Zapfsäulen zeigen uns einmal mehr die Verwundbarkeit unseres von fossilen Energieimporten aus Kriegs- und Krisengebieten abhängigen Energiesystems auf“, meint der Österreichische Biomasseverband (ÖBMV). Wie der Ausstieg aus fossilen Energien mithilfe der Bioökonomie umgesetzt werden kann, gebe die im Vorjahr von der Österreichischen Energieagentur erstellte Biomassestrategie vor.
Fachtagung in Wien
Bei der Veranstaltung „Biomasse 2040: Bioökonomie. Waldumbau. Energiewende“ am 17. Juni 2026 in der Wiener Urania wird die überarbeitete Version der Biomassestrategie vorgestellt. Im Fokus der Fachtagung steht die Bedeutung der Biomassestrategie für die Wertschöpfungskette Forst und Holz, den Einsatz von Bioenergie sowie den Ausstieg aus Öl und Gas. Zur Veranstaltung werden etwa 150 bis 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Land- und Forstwirtschaft, Bioenergiebranche, Energiewirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Umwelt-NGOs sowie Presse erwartet.
Auf der Fachtagung thematisiert Maximilian Meißnitzer von der Österreichischen Energieagentur mit Herausforderungen und Chancen für ein erneuerbares Energiesystem. Christoph Pfemeter vom Österreichischen Biomasse-Verband stellt die Frage, ob sich angesichts prognostizierter Einbrüche beim Scheitholzeinsatz und der Konzentration der Holzkraftwerke auf die Stromerzeugung in der kalten Jahreszeit die hohen Bioenergiepotenziale ohne offensive Förderprogramme heben lassen.
Warum Staubemissionen aus Kleinfeuerungen in Zukunft laut einer neuen Studie um 90 Prozent zurückgehen werden, ohne dass Emissionsgrenzwerte verschärft werden, präsentiert Markus Schwarz vom Forschungszentrum BEST. In einer Publikumsdiskussion sind die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung dann dazu eingeladen, mit Experten aus Praxis, Wissenschaft und Forschung darüber zu diskutieren, auf welche Weise die Bioökonomie und unsere Wälder ihre Wirkung für den Klimaschutz am besten entfalten können.