Das Wiener Neustädter Bauunternehmen Dinhobl hat eine innovative Energielösung in Betrieb genommen: Eine Wasserstoff-Anlage kombiniert Photovoltaik, Batteriespeicher, Wasserstofftechnologie und intelligente Steuerung zu einem Energiesystem. Das Projekt adressiert ein zentrales Problem der Energiewende: die saisonale Verfügbarkeit erneuerbarer Energie. Das Energiesystem nutzt die von der Photovoltaikanlage erzeugte Energie für den unmittelbaren Strombedarf des Gebäudes. Überschüssiger Strom wird in einer Batterie gespeichert und für den Tag-Nacht-Ausgleich verwendet. Steht darüber hinaus weitere Energie zur Verfügung, wird sie in Wasserstoff umgewandelt. Der Wasserstoff kann über längere Zeit gespeichert werden und dient damit als saisonaler Energiespeicher.
Wasserstoff zu Wärme
In der kalten Jahreszeit wird der gespeicherte Wasserstoff in einer Brennstoffzelle wieder in Strom und Wärme umgewandelt. Dadurch soll auch bei geringer Sonneneinstrahlung eine zuverlässige Energieversorgung möglich sein. Gleichzeitig kann das öffentliche Stromnetz in den Wintermonaten entlastet werden. Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich dabei um die erste Wasserstoffanlage für ein Wohngebäude in Österreich.
Der Wasserstoffspeicher verfügt über eine saisonale Speicherkapazität von bis zu 900 Kilowattstunden. Damit kann nach Angaben der Projektverantwortlichen ein relevanter Teil des Winterstrombedarfs eines sehr energieeffizienten Haushalts gedeckt werden.
