Für einen bestehenden Kirchenraum zu gestalten, bedeutet, Neues zu entwickeln und gleichzeitig auf die gewachsene Atmosphäre und Geschichte des Ortes einzugehen. Vor dieser Herausforderung standen Schüler*innen der HTBLA Hallstatt: Für die Evangelische Pfarrgemeinde Hallstatt-Obertraun sollten zwei neue Amben entstehen – Lesepulte, von denen biblische Texte vorgetragen werden.
Den Auftakt bildete ein Entwurfswettbewerb im dritten Jahrgang. Schulintern präsentierten die Schüler*innen ihre Konzepte. Schließlich überzeugten die Entwürfe von Alina Kerndler für Hallstatt und Tobias Ahorn für Obertraun.
In weiterer Folge wurden aus Ideen funktionierende Werkstücke. Höhenverstellbarkeit, ein neigbares Pult und Rollen waren konstruktiv und gestalterisch zu lösen. Lorenz Mayer überführte Kerndlers Entwurf in einen technischen Werkplan, Ahorn arbeitete die Konstruktion seines Ambos selbst aus.
Numerischer Leitgedanke
Die Formensprache beider Amben greift die Dreifaltigkeit auf. Die Zahl Drei wurde zum gestalterischen Leitgedanken. Kerndlers Ambo verbindet Eichenholz und Kalkstein, Ahorns Entwurf aus Ahorn und Esche macht die Symbolik durch drei markante Rahmen sichtbar.
Die dritte Klasse der Fachschule Tischlerei setzte die Pläne in der Werkstatt der HTBLA Hallstatt um. Von der ersten Skizze bis zum fertigen Werkstück blieb der Weg maßgeblich in Schüler*innenhand. Nun stehen die Amben an ihrem Bestimmungsort und wurden bereits feierlich eingeweiht. (red/htbla hallstatt) www.htl-hallstatt.at ■