Nach drei Jahren mit rückläufigem Absatz zeichnet sich am westeuropäischen Fenstermarkt damit eine vorsichtige Trendwende ab. Insgesamt erwartet Interconnection für 2026 ein Wachstum von 1,2 Prozent. Von einer vollständigen Erholung ist der Markt allerdings noch entfernt: Das Vorkrisenniveau ist in vielen Ländern nicht erreicht, zudem verläuft die Entwicklung innerhalb Westeuropas sehr unterschiedlich.

DACH-Raum gibt Impulse

Für Österreich ist insbesondere die Entwicklung im DACH-Raum relevant. Die Studie prognostiziert für Deutschland, Österreich und die Schweiz gemeinsam ein Absatzplus von 2,3 Prozent. Auffällig ist dabei die Diskrepanz zwischen den deutlich gestiegenen Baugenehmigungen und der moderateren Entwicklung bei den tatsächlichen Baubeginnen. Projektentwickler bereiten damit wieder verstärkt neue Vorhaben vor, bleiben bei deren Umsetzung aber vorsichtig.

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Die Rahmenbedingungen unterscheiden sich innerhalb der Region. In Deutschland bremsen unter anderem steigende Baukosten die Marktdynamik. In der Schweiz stützen dagegen Wohnraummangel und niedrige Leerstandsquoten den Wohnbau; auch der öffentliche Bau profitiert von einem hohen Auftragsvolumen. Für Österreich nennt die Studie keine gesonderten Länderwerte oder spezifischen Markttreiber.

Wohnbau bleibt der Bremsfaktor

Deutlich wird die Bedeutung des Wohnbaus für die weitere Entwicklung. Während der Fenstermarkt im westeuropäischen Nicht-Wohnbau 2026 voraussichtlich um 1,7 Prozent wächst, erwartet Interconnection für den Wohnbau lediglich ein Plus von 1,0 Prozent. Hohe Baukosten und die eingeschränkte Leistbarkeit von Wohnraum bremsen insbesondere den Wohnungsneubau.

Der Anteil des Neubaus am gesamten westeuropäischen Fenstermarkt liegt 2026 nur noch bei 31,1 Prozent, im Wohnbau sogar bei 23 Prozent. Laut Studienautor Laszlo Barla bleibt der Wohnungsneubau damit der entscheidende Bremsfaktor für die Erholung.

Metallfenster gewinnen Marktanteile

Vom stabileren Nicht-Wohnbau profitieren Metallfenster. Ihr Anteil am westeuropäischen Fenstermarkt ist laut Interconnection von 26,4 Prozent im Jahr 2022 auf voraussichtlich 28,1 Prozent im Jahr 2026 gestiegen. Gleichzeitig zeigt sich auch hier ein regional unterschiedliches Bild: In Spanien, Portugal und Italien konnten insbesondere PVC-Fenster zuletzt Marktanteile gewinnen.

Für die Fensterbranche in Österreich liefert die Studie damit vor allem ein vorsichtig positives Signal: Der DACH-Raum zählt zu den Regionen, die 2026 zur Erholung des westeuropäischen Fenstermarktes beitragen. Eine Rückkehr zum früheren Marktniveau ist damit allerdings noch nicht erreicht.

Vorsichtige Trendwende: Nach drei rückläufigen Jahren dürfte der westeuropäische Fenstermarkt 2026 wieder leicht wachsen. Interconnection Consulting prognostiziert ein Absatzplus von 1,2 Prozent auf 59,33 Millionen Fenstereinheiten. PVC bleibt mit 44,2 Prozent Marktanteil führend, Metall kommt auf 28,1 Prozent.
Vorsichtige Trendwende: Nach drei rückläufigen Jahren dürfte der westeuropäische Fenstermarkt 2026 wieder leicht wachsen. Interconnection Consulting prognostiziert ein Absatzplus von 1,2 Prozent auf 59,33 Millionen Fenstereinheiten. PVC bleibt mit 44,2 Prozent Marktanteil führend, Metall kommt auf 28,1 Prozent. © Interconnection Consulting