Aktuelle Auswertungen der WKO zeigen, dass österreichweit mehr als 2.000 Tischlerlehrlinge in Ausbildung stehen und damit wesentlich zur Fachkräftesicherung im Holzhandwerk beitragen. In der Steiermark sind rund 1.700 Tischlereibetriebe aktiv – sie zählen zu den prägenden regionalen Arbeitgebern und sichern qualifizierte Arbeitsplätze in Stadt und Land. Eine Bedeutung, die es auch in der öffentlichen Wahrnehmung zu unterstreichen gilt. Öffentliche Wettbewerbe spielen dabei eine zentrale Rolle, die Attraktivität eines Berufs sichtbar zu machen, junge Menschen für eine Lehre zu begeistern und Eltern sowie Schulen zu zeigen, welches Niveau die Ausbildung im Handwerk erreicht.

Event der Sonderklasse

Aus diesem Grund setzt der Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler und Holzgestalter heuer auch neue Maßstäbe und macht Graz zwei Tage lang zur Hauptstadt des österreichischen Holzhandwerks. Los geht es für das Publikum am 20. Juni in der Messe Graz, Halle A – insgesamt 6.600 Quadratmetern stehen für das handwerkliche Event der Sonderklasse zur Verfügung. 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die besten aus den Vorentscheidungen in den Bundesländern, treten dabei zum Kampf ums Podium an. Bewertet werden unter anderem Maßgenauigkeit, Oberflächenqualität, funktionale Lösungen und Gestaltung – Kriterien, die später auch im Berufsalltag über Qualität und Erfolg entscheiden. Die Lehrlinge müssen unter Zeitdruck an anspruchsvollen Werkstücken arbeiten, bei denen Präzision, Kreativität, Konzentration und perfektes Zeitmanagement gefragt sind. Zudem gilt es, handwerkliche Genauigkeit und gestalterisches Können auf höchstem Niveau zu verbinden. Besucherinnen und Besucher können den jungen Profis dabei direkt über die Schultern blicken und den Entstehungsprozess hochwertiger Holzarbeiten live miterleben. „Das Steirerland ist ein Tischlerland. Rund 1.700 Betriebe sind eine nachhaltige regionale Wirtschaftsmacht, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter europaweit in der Champions League spielen. Das Erfolgsmodell Lehre bildet den Grundstein dafür. Als Landesinnungsmeister hoffe ich, dass wir den Gesamtsieg des Vorjahrs bei uns verteidigen können“, sagt dazu LIM Christian Zach.

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Gemeinsame Erlebnisse

Darüber hinaus lockt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Denn beim „Annageln“, der steirische Nagelmeisterschaft, sind alle Gäste eingeladen, selbst aktiv zu werden und ihr handwerkliches Geschick zu testen. Ob Jung oder Alt, Profi oder Laie – hier steht das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt, bei dem Handwerk greifbar wird und der Spaß garantiert nicht zu kurz kommt. Den feierlichen Höhepunkt der Veranstaltung bildet die Siegerehrung in einem der traditionsreichsten Säle der Stadt: dem Stefaniensaal, wo Geschichte, Kultur und Exzellenz aufeinandertreffen. In diesem würdigen und festlichen Rahmen werden die Siegerinnen und Sieger ausgezeichnet – eine Anerkennung, die ihrem außergewöhnlichen Einsatz und ihrer herausragenden Leistung gerecht wird.

Stimmen aus der Innung

Bundesinnungsmeister Tischler Gerhard Spitzbart: „Dieser Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, welch hohes handwerkliches Niveau unsere Lehrlinge bereits erreichen. Sie sind das beste Aushängeschild für die Qualität und Zukunft des Tischlerhandwerks.“

Landeslehrlingswart Tischler Wolfgang Hasenburger: „Wie kaum anderswo wird bei diesem Wettbewerb sichtbar, wie junge Menschen ihren Beruf mit Freude ausüben. Gänsehautfeeling pur.“

Bundeslehrlingswart Tischler Ludwig Weichinger-Hieden: „Dieser Wettbewerb ist ein Meilenstein in der Ausbildung der jungen Tischlerinnen und Tischler. Er motiviert, fördert Spitzenleistungen und stärkt den Stolz auf das Handwerk.“ (red/wkstmk) ■

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