Die 1983 gegründete Meisterschule für Tischler, als Meisterklasse mit eigenen Räumlichkeiten im Nibelungenhof mitten im Zentrum von Pöchlarn beheimatet, sieht sich als partnerschaftliche und zukunftsorientierte Bildungseinrichtung, die jungen Tischler*innen eine starke Grundlage für die nächsten beruflichen Schritte bietet.
Kompetenz mit Zukunftsperspektive

„Im Fokus unserer Ausbildung steht das Handwerk in all seinen Facetten. Zudem bieten wir eine umfassende Vorbereitung auf ein erfolgreiches Unternehmertum, indem wir auch die Allgemein- und Persönlichkeitsbildung forcieren“, erklärt Direktor Markus Rosenthaler, dessen Ziel es ist, „die modernste Tischlermeisterausbildung in Österreich anzubieten und unsere Absolventinnen und Absolventen fit für alle Bereiche des Unternehmertums zu machen“. Die einjährige Meisterschule – genau gesagt dauert die Ausbildung zehn Monate bzw. zwei Semester – beinhaltet im Gegensatz zu z. B. dreimonatigen Meister-Vorbereitungskursen das „Komplettpaket“ inklusive Unternehmerprüfung (Modul 4) und Mitarbeiterführung (Modul 5). Somit sind Absolvent*innen berechtigt, ein Unternehmen zu gründen bzw. zu leiten und Lehrlinge auszubilden. Der Ausbildungsschwerpunkt im ersten Halbjahr fokussiert auf Möbeldesign und -fertigung, im zweiten Halbjahr konzentriert man sich auf Themen der Bautischlerei sowie wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Am Ende stehen eine Klausurarbeit sowie die Fertigstellung und Präsentation des Meisterstücks.
Handwerk weiterdenken
„Um moderne Fertigungsmethoden zu lehren, bieten wir eine umfassende CAD-Ausbildung, CNC-Fertigung vermitteln wir praxisnah am eigenen 5-Achs-CNC-Bearbeitunszentrum. Ebenso im Einsatz ist eine liegende computergesteuerte Plattensäge sowie alle gängigen Holzbearbeitungsmaschinen – insgesamt über vierzig an der Zahl“, erklärt Rosenthaler. Natürlich kommen auch traditionelle Holzbearbeitungsmethoden im Rahmen des Werkstättenunterrichts nicht zu kurz.
Ergänzt wird das Lernen in der Schulwerkstatt durch zielgerichtete Ausflüge in die Praxis: So pflegt man Kooperationen, sucht aktiv Kontakte zu modernen Fertigungsbetrieben ebenso wie zu Lieferanten und Herstellern, bietet als Ergänzung des Unterrichtsangebots Exkursionen, Vorträge und Workshops an. Diese drehen sich u.a. um die Themen Befestigungs- und Klebetechniken, Materialkunde, Absaugtechnik, Hygiene, Lichttechnik und -planung. Konkrete Beispiele sind Vorträge der Holzforschung Austria, der AUVA sowie des Arbeitsinspektorats und Workshops, wie z.B. beim Finanzamt.
„Schließlich wollen wir nicht am Markt vorbei ausbilden, sondern mit unserem Angebot stets am Puls der Zeit agieren und für alle Richtungen offen sein“, so Markus Rosenthaler weiter. Durch diese Kontakte ergeben sich für die Schüler*innen massive Vorteile, ist der Schulleiter überzeugt: „Wir reagieren mit unserem Ausbildungsangebot dynamisch auf den Markt – das sehe ich als eine unserer großen Stärken in der Vermittlung von aktuellem Wissen.“ ■
„Nicht träumen, tun!“
Wer nach Weiterbildung und Höherqualifizierung strebt, als Tischlermeister*in Verantwortung übernehmen möchte und/oder von einer Führungsposition oder Selbständigkeit träumt: All das ermöglicht die zweisemestrige Ausbildung. Die Anmeldung für die Meisterklasse Pöchlarn 2026/27 ist ab sofort bis Ende Juni möglich. Voraussetzung für den Besuch ist die abgeschlossene Tischler- oder Tischlereitechnikerlehre oder der Abschluss einer facheinschlägigen berufsbildenden mittleren oder höheren Schule. Die Kosten für die von September bis Ende Juni dauernde Ausbildung belaufen sich auf 4.000 Euro. Alle weiterführenden Infos finden sich hier: www.meisterschule-tischler.at