Die aktuelle Versorgungslage im Glasbereich ordnete Pascal Decker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Saint-Gobain Glass Deutschland, ein. Er erläuterte, wie sich der Industriepartner auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet, um gemeinsam handlungsfähig zu bleiben. Die Produktionssicherheit habe dabei höchste Priorität. Aktuelle Einblicke in die Beschaffungssituation gab es von Frédéric Bouynet, Direktor Einkauf für Deutschland und Österreich. Er zeigte, wie stark volatile Energie-, Rohstoff- und Transportmärkte die Lieferketten beeinflussen – und wie Saint-Gobain mit Risikomanagement, Multi-Sourcing und aktiver Lieferantensteuerung auch unter geopolitisch herausfordernden Bedingungen seine Lieferfähigkeit und Versorgungssicherheit gewährleistet.
Kreislaufwirtschaft als Zukunftsfeld
Ein wachsendes Geschäftsfeld stellte Moritz Feid, Head of Circular Economy Saint-Gobain, vor. Die Rückführung von Scherben gewinnt an Fahrt, auch durch strategische Partnerschaften mit den Systemanbietern Schüco und Wicona. Er erläuterte, wie Scherbenglas wirtschaftlich wieder in den Stoffkreislauf gelangt. Sein Appell an das Netzwerk: Mitmachen. Denn der Einsatz von Recyclingglas kann dazu beitragen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Abhängigkeit von Primärressourcen zu verringern.
Ausreichend Gelegenheit zur Diskussion und Netzwerkarbeit bot das begleitende Rahmenprogramm, das der neu aufgestellte Kernarbeitskreis und Markt Manager Partnernetzwerke Steffi Bantu organisiert hatten. Sei es im Showroom des Industriepartners, beim gemeinsamen Casino-Abend oder beim Cocktailempfang im Saint-Gobain Tower.

Noch näher am Kunden
Der zweite Tag stand im Zeichen des Wandels. Vertriebsdirektorin Alexandra Aigner stellte die neue Vertriebsorganisation vor und zeigte auf, wie klar definierte Prozesse, gezielte Projektsteuerung und ein integriertes Zusammenspiel von Vertrieb, Key Account Management und Kundenservice künftig nationale und internationale Fassadenprojekte noch effizienter identifizieren, absichern und erfolgreich realisieren sollen.
Der technische Support erreichte ebenfalls ein neues Level. Auf Wunsch unterstützt Saint-Gobain seine Partner direkt in der Produktion, lotet Optimierungspotential aus und hilft so, Kosten zu senken.
Selbstverständlich endet der Service nicht am Werkstor. Saint-Gobain Glas setze sich für die Interessen seiner Kund*innen und Partner*innen ein, unterstrich Marketingleiter Christophe Schulz. Dazu gehören Fragen zum Gebäudetyp E, der Bauprodukteverordnung oder die EU-Gebäuderichtlinie, die Mindeststandards für die Energieeffizienz von Gebäuden vorgibt. Ebenso gab er einen Einblick zu innovativen Produktentwicklungen, die auf die Trendthemen Sonnenschutz und Nachhaltigkeit einzahlen.
Bei den anschießenden Diskussionen wurde deutlich: Der Markt ändert sich, die Herausforderungen sind real. Umso wichtiger ist ein Netzwerk, das Wissen bündelt, Austausch ermöglicht und gemeinsame Lösungen vorantreibt.
(bt)