Vier Messetage lang nutzten Unternehmen, Fachbesucher*innen und Entscheider*innen aus der ganzen Welt die glasstec, um neue Produkte kennenzulernen, bestehende Kontakte zu vertiefen und Geschäftsmöglichkeiten auszuloten. Die Zahlen unterstreichen den internationalen Charakter der Veranstaltung. 75 Prozent der Fachbesucher*innen reisten aus dem Ausland an, jede*r Vierte kam sogar von außerhalb Europas. Drei Viertel der Besucher*innen gehörten dem Top- oder mittleren Management an. Für die ausstellenden Unternehmen bot sich damit die Möglichkeit, direkt mit Entscheidern in Kontakt zu treten und Investitionsvorhaben anzustoßen.
Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, zieht ein positives Resümee und betont die Bedeutung der zweijährlichen Messe: „Die glasstec gibt der internationalen Glasbranche wichtige Orientierung. Sie zeigt, wohin sich Märkte und Technologien entwickeln und schafft damit genau die richtige Grundlage für Investitions- und Innovationsentscheidungen. Darin liegt die besondere Stärke einer Weltleitmesse“.
Von Maschinen und Anlagen für die Glasproduktion über Technologien zur Weiterverarbeitung bis hin zu Glasprodukten und ihren vielfältigen Anwendungen: Die glasstec bildete auch diesmal die gesamte Wertschöpfungskette der Branche ab und bot einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen.
KI, Digitalisierung und Dekarbonisierung im Fokus
Die inhaltliche Ausrichtung der glasstec 2026 prägten drei Themen besonders: KI und digitale Technologien, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft. Sie spiegeln zentrale Herausforderungen der Glasindustrie wider und zeigen, dass sich die Zukunft der Branche nicht allein über neue Produkte, sondern auch über veränderte Produktions- und Geschäftsprozesse entscheidet. Künstliche Intelligenz und digitale Technologien eröffnen Ansatzpunkte für eine stärker vernetzte und automatisierte Produktion. Datenbasierte Prozesse können dabei helfen, Abläufe zu optimieren, die Qualitätssicherung weiterzuentwickeln und Ressourcen gezielter einzusetzen. Die Digitalisierung gewinnt damit entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Bedeutung.
Eine wesentliche Aufgabe für die energieintensive Glasproduktion bleibt die Dekarbonisierung. Gefragt sind Lösungen, die den Energieeinsatz und die Emissionen reduzieren und gleichzeitig eine wirtschaftliche Fertigung ermöglichen. Technologische Innovationen und Investitionen in effizientere Prozesse werden dabei zu wichtigen Wettbewerbsfaktoren.
Die Kreislaufwirtschaft rückt den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und Materialien in den Mittelpunkt. Wiederverwendung, Recycling und ressourcenschonende Produktionsverfahren gewinnen für die Glasindustrie ebenso an Bedeutung wie die Frage, wie nachhaltige Lösungen wirtschaftlich in bestehende Prozesse integriert werden können.
Fachprogramm setzt zusätzliche Impulse
Neben der Ausstellung bot das Rahmenprogramm Gelegenheit, Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und fachliche Diskussionen zu vertiefen. Formate wie glass technology live, die glasstec conference, das architecture forum, glass trends live, CircuClarity Two und women in glass ergänzten das Produkt- und Technologieangebot.
Während die Formate unterschiedliche Zielgruppen und Fragestellungen adressierten, stand der Wissenstransfer über Branchengrenzen hinweg im Mittelpunkt. Innovationen, neue Anwendungsfelder und Nachhaltigkeitskonzepte wurden damit nicht nur auf den Messeständen sichtbar, sondern auch im fachlichen Austausch diskutiert.
Mit Handwerk Live erhielt zudem das moderne Glaserhandwerk eine praxisnahe Plattform. Vorführungen, Fachvorträge und Workshops vermittelten Einblicke in handwerkliche Techniken und aktuelle Entwicklungen. Damit schlug die Messe eine Brücke zwischen industrieller Technologie, planerischen Anforderungen und praktischer Umsetzung.
Eine Branche im Wandel
Die glasstec 2026 zeigte eine Branche, die auf technologische Weiterentwicklung und internationale Zusammenarbeit setzt. Die hohe Beteiligung aus dem Ausland, der große Anteil an Entscheider*innen und die positive Resonanz auf das Messeangebot sprechen für die Bedeutung des persönlichen Austauschs in einem Markt, der von wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen geprägt ist. Digitalisierung, klimafreundlichere Produktionsverfahren und geschlossene Materialkreisläufe werden die Entwicklung der Glasbranche weiter beeinflussen.
Save the Date: Die nächste glasstec findet vom 19. bis 22. September 2028 in Düsseldorf statt.


























