Die Baubranche steht seit Beginn der Corona-Pandemie und verstärkt durch den Krieg in der Ukraine vor zahlreichen Herausforderungen. Lieferengpässe, hohe Materialkosten, gestiegene Bauzinsen und wirtschaftliche Abkühlung sind die Folgen.
Wie entwickelt sich die Situation für Hersteller und Anbieter von Materialien und Systemen im Baubereich mittelfristig weiter? Antworten auf diese Frage gibt eine europäische Marktanalyse, an der das ifo-Institut beteiligt war. Ludwig Dorffmeister, Fachreferent für Bau- und Immobilienforschung, stellte die Kernaussagen auf den BAU-Informationsgesprächen vor.

Nach kräftigen Zuwächsen in den Jahren 2021 und 2022 (+ 5,8 Prozent und + 3,0 Prozent) bleibt der europäische Bausektor laut Studienergebnissen wohl von einem erneuten Rückgang verschont. Dieses und nächstes Jahr stagniert der Markt, 2025 soll er mit gut einem Prozent wieder langsam wachsen.
Zu den Impulsgebern zählen dabei die staatlichen Modernisierungshilfen im Hochbau, teils beträchtlicher Investitionsbedarf im Wohnungs- und Infrastruktursektor sowie die ab 2024 wieder deutlich positiveren wirtschaftlichen Aussichten.
„Der europäische Bausektor profitiert vor allem von der steigenden Baunachfrage in Frankreich, Spanien und Großbritannien. Dort liegen die Zuwächse zwischen zweieinhalb und knapp sieben Prozent. Insgesamt dürfte der Markt bis 2025 um rund 26 Milliarden Euro wachsen“, erklärt Ludwig Dorffmeister.

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Auf der BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme, präsentieren von 17. bis 22. April 2023 Weltmarktführer, Mittelstandsunternehmen und Newcomer ihre bewährten und neuesten Produkte.
bau-muenchen.com
(bt)