Thomas Mühl hat mit 1. April die Funktion des Director Standards bei Austrian Standards übernommen. Der gebürtige Wiener verfügt über langjährige Erfahrung in Normung, Strategieentwicklung und Transformationsprozessen. Normungsarbeit kennt er sowohl aus Anwenderperspektive als auch aus seiner Tätigkeit in nationalen, europäischen und internationalen Standardisierungskomitees sowie aus dem strategischen Normenmanagement in Unternehmen.

In seiner neuen Position verantwortet Mühl den Kernbereich von Austrian Standards, in dem Standards entwickelt werden. Hinzu kommen die Bereiche Forschung und Innovation. Eine wesentliche Aufgabe soll die Entwicklung einer neuen Bereichsstrategie sein, die nach Angaben von Austrian Standards Effizienz und Innovationsfähigkeit stärken und die Normenschaffung technologisch weiterentwickeln soll.

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Digitalisierung der Normungsarbeit

Ein Schwerpunkt liegt auf digitalen Werkzeugen für die Normungsarbeit. Dazu gehört die Einführung von Online Standards Development (OSD), das die Zusammenarbeit innerhalb der Komitees unterstützen soll. Austrian Standards beschäftigt sich zudem auf europäischer und internationaler Ebene mit sogenannten SMART Standards. Dabei handelt es sich um Standards, deren Inhalte für die maschinelle Anwendung, Verarbeitung und Übertragung aufbereitet werden.

„Die Standardisierung verändert sich derzeit auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene grundlegend. Umso wichtiger ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten“, sagt Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards in Wien. Mit Mühl habe die Organisation einen Normungsexperten gewonnen, der strategische Erfahrung mit einem Verständnis für die Anforderungen der Wirtschaft verbinde. Nach Angaben von Austrian Standards arbeiten mehr als 5.000 Expert*innen aus rund 3.000 Organisationen in den Normungsgremien mit. Moderne Prozesse und digitale Werkzeuge sollen ihre Arbeit künftig stärker unterstützen.

Digitale Standards einfacher zugänglich machen

Neben der Erstellung von Standards arbeitet Austrian Standards auch daran, deren Inhalte digital besser zugänglich und nutzbar zu machen. Dazu dient die Plattform One, über die Standards und damit verbundene Services bereitgestellt werden. Mit Norman bietet die Organisation außerdem einen KI-Assistenten an, mit dem konkrete Fragen zu Standards beantwortet werden können.

„Die operative und vor allem strategische Bedeutung von Normung und Normenarbeit konnte ich im Laufe meiner Karriere aus erster Hand erfahren. In meiner Verantwortung für diesen Kernbereich bei Austrian Standards ist es mir wichtig, dieses Wissen an Kundinnen und Kunden weiterzugeben und die Relevanz und Zukunftsfähigkeit der Normenschaffung sicherzustellen“, sagt Thomas Mühl, Director Standards bei Austrian Standards in Wien.

Für Mühl liegt eine zentrale Aufgabe darin, fachliche Expertise mit neuen Technologien und Arbeitsweisen zu verbinden. „Mich fasziniert die enorme inhaltliche Breite der Normung. Gemeinsam mit den hervorragenden österreichischen Expertinnen und Experten beschäftigen wir uns mit Themen aus nahezu allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft“, so Mühl.