Im Jahr 2026 regiert im Badezimmer eine Kombination aus Großzügigkeit und elegantem Unterstatement. Offene Raumkonzepte wie Walk‑in‑Duschen schaffen ein weites Raumgefühl, Barrierefreiheit und ein modernes, minimalistisches Ambiente.“ Bei Geberit hat man eine eindeutige Antwort auf die Frage nach dem Thema, das heuer in der Dusche dominiert: „Walk-in-Duschen sind und bleiben der aktuelle Trend: Bodenebene Duschen ohne Vorhang oder Duschtüre sind der Inbegriff von Eleganz und Funktionalität. Der Raum wirkt großzügig, der schwellenlose Zugang bietet Komfort und die Reinigung ist besonders einfach.“
Barrierefreiheit, was sonst?
Der Sanitäranbieter findet sich mit seiner Einschätzung in guter Gesellschaft. Natürlich prägt auch in diesem Jahr eine Reihe von unterschiedlichen Entwicklungen das Angebot bei den Duschen. Aber ein Schlagwort steht bei vielen Herstellern im Mittelpunkt: Walk-in-Duschen. Oder anders formuliert: Barrierefreiheit.
Geberit begleitet diesen Trend mit weiterentwickelten Linienentwässerungen wie der Duschrinne Clean Line 30 und der neuen Duschfläche Clean Floor 30. „Die Clean Line 30 überzeugt mit ihrem kantenlosen Design und nur 43 Millimetern Breite, Varianten in gebürstetem Edelstahl oder Schwarz und einem schwebenden Abdeckprofil mit Kammeinsatz, der sich mühelos reinigen lässt“, so der Hersteller.
Bodenebene Duschen
„Der Trend geht klar in Richtung großzügiger, bodenebener Duschen, die sich nahtlos in die Architektur des Badezimmers integrieren“, meint auch Martin Brozovsky, Projektmanager bei Laufen Austria. Er ergänzt: „Die Dusche wird zunehmend als gestalterisches Element verstanden, etwa durch den Einsatz von Fliesen in Staboptik, Fischgrätmustern oder vollflächigen Lösungen.“ Auch bei der Ausstattung zeige sich ein differenziertes Nutzerverhalten: „Regenbrausen werden häufig von Männern bevorzugt, während Frauen zusätzlich großen Wert auf die Handbrause legen. Die Kombination aus beidem setzt sich daher zunehmend durch.“

Flexible Lösungen
Laufen reagiert mit flexiblen Systemlösungen wie Solutions 2.0 oder Pro S, die unterschiedliche Einbauvarianten ermöglichen und damit Planung und Installation erleichtern. „Im Duschbereich setzen wir auf durchdachte Kombinationen: Unterputz-Kopfbrausen, häufig von der Decke geführt, werden mit Handbrausen kombiniert, um unterschiedliche Nutzerbedürfnisse abzudecken“, erläutert Brozovsky.
Bei Kaldewei ortet man ähnliche Trends: „Bei den Duschen sind große Formate gefragt, mit komfortablem, oft bodenebenem Einstieg und großzügiger Bewegungsfläche. Das sorgt für maximalen Komfort“, heißt es hier. „Eine breite Farbpalette – von behaglichem Warm Beige über edles Cool Grey bis hin zu purem Weiß – eröffnet Spielräume für individuelle Gestaltung. So können sich die Duschflächen entweder harmonisch Ton-in-Ton in monochrome Farbkonzepte einfügen oder bewusst als prägnante Eye-Catcher im Bad dienen.“ Ebenfalls sehr gefragt seien hygienische und rutschhemmende Oberflächen.
Punkten mit Zero
Der Hersteller will hier unter anderem mit der Superplan Zero punkten. „Eine glasierte Dusche ist wie eine Fläche aus Licht – bodeneben, großzügig und elegant. Kaldewei Duschflächen aus edler Stahl-Emaille fügen sich harmonisch in jede Raumarchitektur ein und schaffen ein Gefühl von Weite“, meint man. „Großzügige Bewegungsflächen, klare Linien und harmonische Proportionen sorgen so für ein offenes Raumgefühl.“

Aus Sicht von Erdogan Demirci, Verkaufsleiter von HSK in Österreich, prägen ebenfalls Themen wie „Barrierefreiheit, Pflegeleichtigkeit und hoher Nutzungskomfort“ die Entwicklung im Duschbereich. „Gefragt sind Lösungen, die den Alltag erleichtern und zugleich ästhetische Ansprüche erfüllen.“ Im Design dominiert seiner Einschätzung nach „weiterhin moderne, reduzierte und naturnahe Gestaltung. Besonders im Trend liegen Oberflächen in Schwarz matt, natürliche Steinoptiken sowie warme Metalltöne wie Kupfer.“ Diese würden dem Bad eine individuelle und zugleich zeitgemäße Note verleihen.
Neuartige Befestigungen
Mit den neuen Serien Vinya und Vinya Pur bediene man die zentralen Anforderungen an modernes Bad-Design in einer Produktlinie. Das Besondere beider Produktlinien: die neuartige Befestigung der Scharniere. Sie werden werkseitig mithilfe einer speziellen Klebetechnik an der Außenseite direkt auf dem Glas fixiert. Demirci: „Das sorgt für eine besonders reduzierte Optik und glatte Glasflächen, die sich noch einfacher reinigen lassen.“

„Die Badgestaltung 2026 wird geprägt von Barrierefreiheit, klaren Formen, Farbvielfalt und einem immer stärkeren Fokus auf Wellness im privaten Wohnraum“, bestätigt Karl Heissenberger, Leiter der Division Haustechnik bei Aco Österreich, die Aussagen seiner Branchenkollegen. „Barrierefreie und bodengleiche Duschen sind weiterhin ein zentrales Gestaltungselement – sie stehen für Komfort, Sicherheit und zeitloses Design.“ Ebenfalls gefragt: „Klare Linien, dezente und hochwertige Materialwahl“ und „einfache, einseitige Gefälleflächen und lineare Entwässerungssysteme“. Zudem werde die Farbgestaltung „mutiger“.
Fünf Farbtöne
Die Antwort des Herstellers auf diese Trends lautet Aco Shower Drain SE+. Die neue Dusche ist in fünf trendigen Farbtönen zu haben – Edelstahl, Schwarz, Graphit, Kupfer und Gold. Durch das bauseitig kürzbare Profil lasse sich die Profilschiene maßgeschneidert auf individuelle Einbausituationen anpassen. Aco verweist zudem auf die Möglichkeit zur leichten Reinigung durch die werkzeuglose Rostentnahme oder das leicht zugängliche Haarsieb.

Als Pionier im Hinblick auf Barrierefreiheit versteht man sich bei Hewi. Mit dem System 801 habe man bereits vor mehr als 50 Jahren „den entscheidenden Meilenstein in der Sanitärausstattung“ gesetzt. Das System biete „nach wie vor barrierefreie Sanitärausstattung auf höchstem Niveau: langlebig, funktional und ästhetisch.“
Der Klassiker
Hewi offeriert seinen Klassiker nun in der Edition Warm Touch auch als haptisch warme Alternative zu Chrom-Produkten an: „Niemand hält sich gerne an kalten Haltegriffen fest, schon gar nicht im Badezimmer oder im barrierefreien WC. Vor allem Menschen mit einem erhöhten Kälteempfinden nehmen es als unangenehm wahr, kalte Oberflächen anzufassen“, so Hewi. Deshalb lasse man die Produkte der Serie 801, in edler Chromoptik, aber mit einer angenehm temperierten Oberfläche, glänzen. „Der Name Warm Touch ist also Programm, denn die Haltegriffe sowie die Dusch- und Wannenhandläufe besitzen die warmen, haptischen Eigenschaften von Polyamid und durch die Beschichtung die elegante Optik einer Chromoberfläche.“

Wellness privat
Aus Sicht von Michael Plachy, Leader B2B Austria bei Lixil Europa, steht die Barrierefreiheit nicht ganz oben auf der Liste der aktuellen Kundenwünsche. „Das Badezimmer entwickelt sich zunehmend zum privaten Wellness-Bereich. Dabei steht die Dusche häufig im Zentrum.“ Er sieht vor allem folgende Trends, die das Duschverhalten und die Badgestaltung maßgeblich prägen: Individualisierung und Personalisierung sowie Nachhaltigkeit ohne Komfortverlust.

Die Lixil-Marke Grohe bietet eine Reihe von Möglichkeiten an, das Bad zu individualisieren. Eine davon sind die Grohterm Aqua Tiles. Mit ihnen „verwandelt sich jede Dusche in eine personalisierte Wellnessoase“, so Plachy. Das modulare System ermögliche es, verschiedene Duschfunktionen individuell zusammenzustellen und nach persönlichen Vorlieben zu kombinieren: „Von der sanften Regendusche über belebende Massagestrahlen bis hin zu entspannenden Seitendüsen.“ Die Aqua Tiles lassen sich in unterschiedlichen Konfigurationen anordnen und bieten eine hohe Gestaltungsfreiheit.
Erlebniswelt Bad
„Duschen entwickeln sich immer stärker zu ganzheitlichen Erlebnisbereichen im Bad. Ein zentraler Trend sind dabei einheitliche Badwelten, bei denen Design, Oberflächen und Funktionen von Waschtisch bis zur Dusche perfekt aufeinander abgestimmt sind“, meint Bernd Ahrer, Country Manager von Hansa Austria. „Das Bad wird nicht mehr als Sammlung einzelner Produkte gedacht, sondern als durchgängiges Konzept.“ Gleichzeitig steige der Wunsch nach Komfort und Individualisierung. „Großzügige Kopfbrausen, unterschiedliche Strahlarten und kombinierte Duschsysteme sorgen für ein spürbares Plus an Wohlbefinden und machen die tägliche Dusche zum kleinen Spa-Erlebnis.
Mit dem Duschprogramm Hansa Aurelia und dem Unterputzsystem Hanse Bluebox biete man Lösungen, die auf diese Entwicklungen einzahlen. Ahrer: „Hansa Aurelia steht für Designqualität und ein angenehmes Duscherlebnis. Die organisch inspirierte Formensprache, verschiedene Strahlarten und großflächige Kopfbrausen schaffen ein angenehmes, fast natürliches Wassererlebnis.“

Gutes Raumgefühl
Individualisierung steht auch bei Villeroy & Boch ganz vorn. „Badezimmer variieren stark in Größe, Grundriss und in Bezug auf die architektonischen Gegebenheiten“, meint Österreich-Vertriebsleiterin Andrea Leifert. Für ein gutes Raumgefühl brauche es Duschen, deren Maße sich individuell planen lassen und die sich nahtlos ins Bad einfügen. Komfort, Hygiene, Qualität und ein gutes Design seien ebenfalls entscheidend. „Auch auf die richtigen Armaturen kommt es an. Unterschiedliche Strahlarten, Kopfgrößen, Handbrausen und Lichtfunktionen ermöglichen es den Benutzern, das Duscherlebnis je nach Stimmung zu gestalten.“
Optisch großzügig
Für ein optisch großzügiges Raumgefühl bietet Villeroy & Boch die bodenebene Squaro Infinity Duschwanne aus Quaryl an, die sich auch durch den Installateur vor Ort schneiden und damit anpassen lässt. Die Solos-Kollektion von Ideal Standard wiederum verfügt über Kopfbrausen mit integrierter, farbwechselnder Beleuchtung, die laut Hersteller „ein komplexes Spiel aus Licht, Farbe und Wasser erzeugt“.
Eine „Symphonie an Glücksgefühlen“ verspricht Hersteller Hansgrohe den Käuferinnen und Käufern seiner Dusche Raindance Alive. Dies werde durch die Kombination der Strahlarten Rain Air und Powder Rain möglich. Zudem verleihe das neuartige Mesh-Design der Strahlscheibe aus eloxiertem Aluminium den Raindance Alive Brausen „eine organische, wohnliche Ästhetik“. +Hansgrohe: „Das geometrisch gestaltete Thermostat mit seinem ultraflachen Aufbau schafft den Eindruck, als würde es mit der Wand verschmelzen und wirkt optisch ein Unterputzmodul.“

Wasser sparen
Die Dusche lässt sich optional mit der hauseigenen Wasserspartechnologie Eco Smart ausstatten, mit der laut Hersteller Einsparungen von rund 40 Prozent möglich sind. Zudem bietet sie zusätzliche Konfigurationsoptionen mit zwei Designvarianten, rund und eckig, sowie sechs verschiedene Finish-Plus-Oberflächen. Das Fazit von Hansgrohe: „Raindance Alive ist die perfekte Wahl für jeden Duschliebhaber“.
Die Hersteller haben aber nicht nur die Duschliebhaber im Auge, sondern auch ihre direkten Kunden – die Installateure. „An einer echten Partnerschaft mit Installateuren und einem engen Austausch ist uns sehr viel gelegen“, meint Villeroy & Boch-Managerin Leifert. Man biete für SHK-Betriebe persönliche und telefonische Beratung, Schulungen sowie ein eigenes sogenanntes „Vipartner“-Programm mit zahlreichen Leistungen und Services an.

Umfassendes Paket
Hansa unterstützt Installateure laut Country Manager Ahrer „mit einem umfassenden Gesamtpaket“. Dazu gehöre eine technische Hotline, die mit erfahrenen Installateuren besetzt sei. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf Schulungen und Weiterbildung. Im betriebseigenen Aquapunkt, der als Showroom und Trainingszentrum dient, „werden Produktneuheiten, Installationslösungen und technische Details vermittelt“. Im Beratungsgespräch, so Ahrer weiter, „profitieren Installateure von klar strukturierten Systemen wie der Hansa Bluebox mit Hansa Easymix“.
Bei Laufen dient der Außendienst als zentrale Anlaufstelle für Installateur*innen – von der technischen Beratung bis zur Umsetzung auf der Baustelle. „Darüber hinaus bieten wir im Laufen Space Wien die Möglichkeit, Produkte direkt zu erleben. Bauträger, Architekt*innen und Endkund*innen können Materialien vergleichen, Lösungen testen und so fundierte Entscheidungen treffen“, erläutert Projektmanager Brozovsky. Im Projektbereich begleite man Bauvorhaben direkt in der Zusammenarbeit mit Bauträgern und Architekt*innen.
Produkte finden mit App
Umfangreiche Unterstützung bei der täglichen Arbeit bietet auch Grohe den Partnerbetrieben. Dazu zählt zum Beispiel die Grohe Product Finder App – ein Tool, das Installateur*innen bei der schnellen Produktidentifikation und Ersatzteilbeschaffung unterstützt. Lixil-Manager Plachy: „Mittels KI-gestützter Bilderkennung können Installateur*innen vor Ort Armaturen fotografieren und erhalten umgehend detaillierte Produktinformationen, Ersatzteilnummern und Montagetipps.“ Zudem biete Grohe regelmäßig Produktschulungen, „in denen neue Technologien, Montagebesonderheiten und Verkaufsargumente vermittelt werden“.
Eng verzahntes Team
Bei HSK steht den Handwerkspartnern laut Österreich-Verkaufsleiter Demirci „ein eng verzahntes Innen- und Außendienstteam“ bei kaufmännischen und technischen Fragestellungen zur Seite. Darüber hinaus biete HSK einen flächendeckenden Aufmaß- und Montageservice in ganz Österreich. Demirci: „So werden Partnerbetriebe in allen Projektphasen aktiv unterstützt.“ Digitale Services ergänzen das Angebot: „Über das Partnerportal sind rund um die Uhr alle relevanten Informationen für den Arbeitsalltag abrufbar. Schulungsvideos und Konfiguratoren erleichtern zusätzlich die Beratung.“
Gesamter Prozess
„Umfangreiche Unterstützung entlang des gesamten Projektprozesses“ steht bei Aco im Vordergrund. Dazu gehören umfassende Produktdaten und Planungsunterlagen. Haustechnik-Österreich-Chef Heissenberger verweist auf technische Datenblätter, Explosionszeichnungen und Einbauanleitungen sowie Verarbeitungsrichtlinien und Einbauvideos sowie auf die Präsenz beim Großhandel: „Viele Installateure nutzen unsere Präsenz in den Schauräumen des Großhandels, um ihren Kunden reale Produkte zu zeigen.“
Für eine praxisnahe Unterstützung der Fachhandwerker hat Kaldewei den „Meisterclub“ initiiert. „Mitglieder haben einen direkten Draht zum Hersteller und erreichen ohne Umwege ihren fachkundigen Ansprechpartner aus dem Kaldewei Meisterclub-Team“, so das Unternehmen. Besonders wichtig: „Die Meisterclub-Mitglieder haben rund um die Uhr einen exklusiven Zugang zu vielen digitalen Services. Neben Installationsanleitungen, technischen Produktdaten, Zertifikaten, Montagevideos oder einem Online-Badplaner profitieren sie besonders von der neuen digitalen Preisliste inklusive aktueller Lager- und Verfügbarkeitsangaben.“
Konkrete Vorteile
Bei Geberit hebt man die konkreten Vorteile hervor, die die Produktinnovationen den Handwerkern bieten: „die klare Gewerke-Trennung, die hohe Sicherheit und die Effizienz der Montage“. Das erläutert man am Beispiel der Clean Line Duschrinne: „Der Installateur versetzt das Rohbauset und schließt die Abwasserleitung an. Der Fliesenleger hat dann zur Abdichtung das werksseitig aufgebrachte Dichtvlies genau zu dem Zeitpunkt, wenn er es braucht, um dieses in seine Verbundabdichtung einzubinden“, so der Hersteller. „Und zu guter Letzt sind die Clean Line Duschrinnen einfach auf die benötigten Längen kürzbar und werden dann wie Fliesen eingebaut.“