In der Wiener Donau City entsteht mit dem DC2 ein 174 Meter hohes Gebäude mit 314 Wohnungen, Büroflächen und einer rund Der DC2 in der Wiener Donau City entsteht mit einer Höhe von 174 Metern, 314 Wohnungen, Büroflächen und einer rund 10.500 Quadratmeter großen gebäudeintegrierten Photovoltaikfassade. Für das Qualitätsmanagement, die Mängelbearbeitung und die Baudokumentation nutzt die S+B Gruppe die digitale Plattform PlanRadar. Das Unternehmen setzt die Software bereits seit 2018 in der örtlichen Bauaufsicht ein. Nach den Hochhausprojekten Triiiple und Danubeflats ist der DC2 das dritte Projekt dieser Art, bei dem die Plattform zum Einsatz kommt.
Die Gesamtbauzeit des DC2 beträgt rund vier Jahre, wobei für den Innenausbau lediglich 18 Monate vorgesehen sind. Rund 30 Gewerke arbeiten im Einzelvergabemodell parallel auf der Baustelle. Ihre Leistungen müssen zeitlich aufeinander abgestimmt, kontrolliert und dokumentiert werden. Da das Gebäude bereits während der Bauphase an einen Investor verkauft wurde, kommt der nachvollziehbaren Baudokumentation auch für die spätere Übergabe besondere Bedeutung zu.
Lean Management und digitale Qualitätskontrolle
Auf Basis der Erfahrungen aus den beiden vorangegangenen Hochhausprojekten hat die S+B Gruppe ein standardisiertes Vorgehen für die örtliche Bauaufsicht entwickelt. Dabei werden Methoden des Lean Managements mit digitalen Arbeitsabläufen kombiniert. Die wöchentliche Lean-Planung dient der Abstimmung der beteiligten Gewerke, während PlanRadar unter anderem Mängelmanagement, Leistungsfreimeldungen, Fotodokumentationen und Freigabeprozesse abbildet.

Ein Schwerpunkt liegt auf der frühzeitigen Qualitätskontrolle. Ausgeführte Leistungen werden unmittelbar geprüft und dokumentiert. Mängel sollen dadurch erkannt und behoben werden, bevor nachfolgende Gewerke ihre Arbeiten aufnehmen. Die laufende Aktualisierung der Terminplanung soll zudem eine rasche Reaktion auf Änderungen im Bauablauf ermöglichen.
Bis zu 40.000 digitale Vorgänge erwartet
Das Qualitäts- und Mängelmanagement des DC2 wird von einem vierköpfigen Team der örtlichen Bauaufsicht betreut. Über die gesamte Projektlaufzeit rechnet die S+B Gruppe mit 30.000 bis 40.000 digital dokumentierten Tickets in PlanRadar. Diese erfassen qualitätsrelevante Vorgänge und bilden zugleich eine Grundlage für die Projektdokumentation. „PlanRadar begleitet mich seit 8 Jahrem auf meinen Projekten. Mit jedem Hochhaus konnten wir unsere Prozesse weiter verfeinern“, erklärt Hannes Zadrobilek, Mitarbeiter der örtlichen Bauaufsicht der S+B Gruppe beim DC2 in Wien.
Die digitale Erfassung soll nicht nur die interne Qualitätskontrolle erleichtern, sondern auch eine nachvollziehbare Dokumentation für den Investor sicherstellen. Insbesondere bei der parallelen Ausführung zahlreicher Gewerke soll das standardisierte Vorgehen helfen, Abstimmungsprobleme und Verzögerungen zu reduzieren.
Erfahrungen für künftige Hochhausprojekte
Die Erkenntnisse aus Triiiple, Danubeflats und DC2 sollen künftig auch bei weiteren Bauvorhaben der S+B Gruppe genutzt werden. Ziel ist es, bewährte Abläufe projektübergreifend einzusetzen und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten weiter zu strukturieren. Auch PlanRadar sieht in der langfristigen Zusammenarbeit einen Ansatz zur Weiterentwicklung digitaler Baustellenprozesse. Sander van der Rijdt, Co-CEO und Mitgründer von PlanRadar in Wien, verweist dabei auf die Bedeutung standardisierter Prozesse für Transparenz, Kommunikation und fundierte Entscheidungen bei komplexen Bauprojekten.