Mit Unterstützung der Landesinnung Bau OÖ absolvierten 21 Schülerinnen und Schüler der HTL 1 Bau und Design eine Projektwoche im Süden Spaniens. Andalusien ist geprägt vom Aufeinandertreffen arabischer und christlicher Kulturen. In vielen Städten stehen historische Bauwerke in direktem Kontrast zu moderner Architektur und innovativen technischen Konstruktionen.

Neben den urbanen Zentren beeindruckte auch das ländliche Gebiet mit weiten Olivenhainen, traditionellen Höfen und den charakteristischen weißen Dörfern. Die Vielfalt biete besonders für angehende Bauingenieure wertvolle Einblicke, so die Veranstalter.

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Maurenisches Erbe trifft moderne Holzkonstruktion

Die maurische Architektur Andalusiens prägt bis heute das Stadtbild. Zu den besichtigten Bauwerken zählten die Kathedralen in Sevilla und Málaga sowie zahlreiche Burgen und Festungsanlagen. Auf der Plaza de España in Sevilla sind verschiedenen historisch spanische Einflüsse kombiniert. Auch bei den Brückenkonstruktionen zeige sich das Aufeinandertreffen verschiedener Epochen, etwa an der spektakulären Puente Nuevo in Ronda. Die Schrägseilbrücke Puente de la Constitución de 1812 in Cádiz, eine der längsten Brücken Spaniens, war ein weiteres Highlight für die angehenden Bauingenieure.

Im Bereich der modernen Architektur zählen das Centre Pompidou in Málaga sowie die Expo-Bauten in Sevilla zu den markanten Beispielen. Besonders beeindruckend ist der Metropol Parasol in Sevilla, eine der größten Holzkonstruktionen der Welt, die traditionelle Materialien mit moderner Bauweise kombiniert. Den Kontrast dazu bildeten historische Innenräume sakraler Gebäude, Burgen und Stierkampfarenen.

Einblicke in extreme Bauweise am Caminito del Rey

Ein spannender Programmpunkt war der Besuch von Gibraltar. Der markante Felsen dominiert das Landschaftsbild und biete nicht nur geologisch, sondern auch architektonisch interessante Perspektiven, heißt es von der Bauinnung. Die Mischung aus britischem und mediterranem Einfluss und die besondere Lage an der Meerenge zwischen Europa und Afrika machen Gibraltar demnach zu einem strategisch und kulturell bedeutenden Ort.

Ein besonderes Highlight der Reise war der Caminito del Rey. Der spektakuläre Steig, der entlang steiler Felswände durch eine enge Schlucht führt, bot eindrucksvolle Einblicke in Ingenieurskunst und Bauweise unter extremen Bedingungen. Ursprünglich als Versorgungsweg für Wasserkraftwerke errichtet, wurde der Caminito del Rey aufwendig saniert und stellt heute eine sichere Konstruktion dar, die Natur und Technik verbindet. Resümee der Schüler*innen: Eine äußerst inspirierende Studienreise und eine wertvolle Erfahrung für die künftige berufliche Laufbahn.