Alle zwei Jahre veranstalten das deutsche Berufsförderungswerk für die Beton- und Fertigteilhersteller sowie der Verein der ehemaligen Ulmer Meisterschüler eine Studienreise ins Ausland. Im Fokus der Exkursionen stehen Einblicke in die Produktion von Betonbauteilen sowie der aktuelle Stand der Technik im jeweiligen Gastgeberland. Im Mai führte der Ausflug nach Gerasdorf in Niederösterreich. Die deutsche Reisegruppe besuchte dort Maba Fertigteilindustrie und Mischek Systembau.
Führend in Europa
„Die österreichische Betonfertigteilbranche zählt europaweit zu den führenden – sowohl hinsichtlich hoher Vorfertigungsgrade als auch im Bereich nachhaltiger Produktionsprozesse“, meinten Anton Glasmaier, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Betonfertigteilwerke und Vorstandsvorsitzender von Beton Dialog Österreich, sowie Gramatiki Satslidis, Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks für die Beton- und Fertigteilhersteller aus Deutschland, einhellig. „Der fachliche Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Österreich und Deutschland ist für uns stets eine Bereicherung, insbesondere in einer Zeit, in der innovative Fertigungstechnologien und nachhaltiges Bauen unsere Branche nachhaltig verändern.“
Einen Einblick in die Arbeit von Maba in Gerasdorf gab Standortleiter Jürgen Strohschneider. Maba produziert hier vor allem Fertigteilelemente für den Hochbau wie die bauteilaktivierte Klimadecke, Elementdecken, Doppelwände und die zertifizierten Holz-Beton-Verbundelemente. Strohschneider: „Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung ist jedes Stück bei uns projektbezogen einzigartig und wird milimetergenau produziert.“
Ulrich Lotz, Geschäftsführer Betonverbände Baden-Württemberg, zeigte sich zuversichtlich, was die Perspektiven der Betonfertigteilbranche betrifft: „Wir sind überzeugt, dass diese Bauweise die Zukunft des Bauens sein wird, weil sie bei gleicher Bauleistung deutlich Ressourcen schonendere, schlanke Bauweisen ermöglich, und weil es immer weniger Fachkräfte auf Baustellen gibt.“