Ein Liebherr-Turmdrehkran half beim Aufbau des Bühnenbilds für „La traviata“ auf der Bregenzer Seebühne. Herzstück der Kulisse ist eine 25 Meter hohe Spiegelwand aus 86 Einzelelementen.
Auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele entsteht derzeit das Bühnenbild für Giuseppe Verdis Oper „La traviata“. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht eine überdimensionale Spiegelkonstruktion, die als zerbrochener Spiegel gestaltet wurde und sich über dem Bodensee erhebt. Beim Aufbau unterstützte ein Liebherr-Turmdrehkran des Typs 150 EC-B 8 Litronic die Montagearbeiten.
Die Spiegelwand erreicht eine Höhe von 25 Metern und umfasst rund 700 Quadratmeter Fläche. Insgesamt besteht sie aus 86 einzelnen Spiegelsplittern. Die Bauteile wurden in einer Montagehalle vorbereitet und anschließend auf der Seebühne montiert. Für das Setzen der Stahlkonstruktion sowie das Heben der einzelnen Elemente kam der Flat-Top-Kran zum Einsatz.
Kran auf dem Bodensee verankert
Der 150 EC-B 8 Litronic wurde auf einem im Wasser verankerten Unterwagen montiert. In der eingesetzten Konfiguration verfügte der Kran über eine Hakenhöhe von 32,8 Metern und eine Ausladung von 55 Metern. Nach Angaben des Herstellers erleichterte die Bauweise ohne Kranspitze die Arbeiten auf der beengten Baustelle, auf der mehrere Gewerke gleichzeitig tätig waren.
Insgesamt sind 28 Unternehmen am Aufbau der Seebühne beteiligt. Zwei der Spiegelelemente können hydraulisch bewegt werden, weitere Teile werden während der Aufführung in das Bühnengeschehen eingebunden. Zusätzlich dienen die Spiegelflächen als Projektionsfläche für Videosequenzen.
Langjährige Partnerschaft mit den Festspielen
Der Einsatz von Liebherr-Kranen bei den Bregenzer Festspielen hat Tradition. Bereits bei früheren Produktionen wie „Madame Butterfly“, „Rigoletto“ oder „Carmen“ kamen Turmdrehkrane des Herstellers für Auf- und Abbauarbeiten der Seebühne zum Einsatz. Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt Liebherr die Errichtung der Bühnenkonstruktionen am Bodensee.
Die Premiere von „La traviata“ ist für den 22. Juli 2026 geplant. Bis 23. August stehen insgesamt 28 Aufführungen auf dem Programm.