Die Gesamtleistung der UBM Development AG stieg im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28,2 Prozent auf 179,9 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um mehr als 36 Prozent auf 81,2 Millionen Euro. Maßgeblich dafür war laut Unternehmen die Fortsetzung der Wohnungsverkäufe auf dem Niveau des Rekordhalbjahres 2025.

Auch bei den Ergebnissen zeigt sich eine Verbesserung. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) drehte von minus 5,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf plus 7,3 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von minus 6,6 Millionen Euro auf 6,2 Millionen Euro. „Die Trendwende ist jedenfalls in den Zahlen angekommen. Das erste Halbjahr bestätigt unseren Weg“, sagt Thomas G. Winkler, CEO der UBM Development AG in Wien.

Werbung
MAFELL Ziegel-Anreiß-System ZAS: exakt, einfach und sauber
MAFELL hat das weltweit erste Anreißsystem für Dachziegel mit einer App entwickelt. Das Ziegel-Anreiß-System ZAS spart Zeit beim Messen, Zuschneiden und Verlegen und erhöht die Sicherheit.

Bezahlbares Wohnen im Fokus

Mit dem Segment Bezahlbares Wohnen will UBM auf ein verändertes Wohnungsangebot in den Städten reagieren. Ein erster Ansatz wird derzeit in der Viktor-Kaplan-Straße in Wien umgesetzt. Das Pilotprojekt umfasst 92 Wohneinheiten und setzt auf einen hohen Vorfertigungsgrad. Nach Angaben des Unternehmens soll sich dadurch die Bauzeit um 30 Prozent reduzieren. Für die Wohnungen sind eine Wärmepumpe und ein Balkonkraftwerk vorgesehen. Damit sollen die Betriebskosten laut UBM auf weniger als zwei Euro je Quadratmeter Wohnnutzfläche sinken.

Assetverkäufe bringen zusätzliche Liquidität

Parallel zum Aufbau der Projektpipeline für Bezahlbares Wohnen treibt UBM das Portfolio-Rebalancing voran. Dabei werden Bestandsobjekte und nicht strategische Assets verkauft, um zusätzliche Finanzmittel für die Umsetzung der Unternehmensstrategie freizusetzen.

Seit der Bekanntgabe des Portfolio-Rebalancings im ersten Quartal wurden nach Angaben des Unternehmens erste Verkäufe zum beziehungsweise über dem Buchwert abgeschlossen. Ein Paket an Bestandrechten im Großraum Wien wurde um rund 34,8 Millionen Euro verkauft, eine nicht strategische Liegenschaft in der Steiermark um zehn Millionen Euro. Aus beiden Transaktionen sollen insgesamt mehr als 20 Millionen Euro an liquiden Mitteln freigesetzt werden.

Die Eigenkapitalquote lag zum Halbjahresende bei 36,6 Prozent und damit über dem von UBM genannten Zielkorridor von 30 bis 35 Prozent. Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent auf 373,9 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank um zehn Prozent auf 474,6 Millionen Euro und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 31. März 2022.

Ausblick auf Wohnungsmarkt

UBM erwartet aufgrund des niedrigen Bewilligungs- und Fertigstellungsniveaus ein künftig knapperes Wohnungsangebot. Besonders im Bereich Bezahlbares Wohnen geht das Unternehmen von einer über mehrere Jahre erhöhten Nachfrage aus. Der operative Fokus soll daher weiterhin auf dem Portfolio-Rebalancing und dem Aufbau einer Projektpipeline für Bezahlbares Wohnen liegen.