Steigende Lohnkosten, Fachkräftemangel und enger werdende Terminpläne stellen Unternehmen im Dach- und Fassadenbau vor wachsende Herausforderungen. Gleichzeitig werden Dach- und Fassadenarbeiten zunehmend mit großformatigen Sandwichpaneelen und Trapezblechen ausgeführt.

Diese Entwicklung bietet Vorteile hinsichtlich Bauzeit und Flächenleistung, stellt Montageteams jedoch vor neue Aufgaben. Mit zunehmender Länge und Breite der Paneele steigen nicht nur Gewicht und Windangriffsfläche. Auch Transport, Positionierung und exakte Ausrichtung der Bauteile werden anspruchsvoller. Vor diesem Hintergrund rücken die Montageabläufe auf der Baustelle zunehmend in den Fokus.

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Produktivität beginnt vor der eigentlichen Montage

Bei der Betrachtung von Bauzeiten wird häufig die eigentliche Befestigung der Paneele in den Mittelpunkt gestellt. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit bereits vor dem Verschrauben anfällt. Die Paneele müssen aufgenommen, transportiert, angehoben und exakt positioniert werden. Bereits geringe Positionsabweichungen können Nacharbeiten verursachen oder den Montagefortschritt verlangsamen. Typische Herausforderungen auf der Baustelle sind: das sichere Bewegen großformatiger Paneele, die exakte Positionierung am Einbauort, Witterungseinflüsse wie Wind, Abstimmungsaufwand innerhalb des Montageteams sowie körperlich belastende Hebe- und Haltevorgänge. Gerade bei langen Dach- und Fassadenpaneelen wirken sich diese Faktoren unmittelbar auf Produktivität, Bauzeit und Personaleinsatz aus.

Technische Unterstützung für präzise Montageprozesse

Um Transport- und Positionierungsprozesse effizienter zu gestalten, setzen viele Unternehmen auf technische Hebe- und Positioniersysteme. Vakuumhebegeräte ermöglichen das kontrollierte Aufnehmen und Bewegen von Sandwichpaneelen und Trapezblechen. Dadurch lassen sich Bauteile präzise positionieren und Montageabläufe strukturierter gestalten. Neben der reinen Zeitersparnis stehen dabei weitere Aspekte im Vordergrund. Kontrollierte Bewegungsabläufe erleichtern die exakte Ausrichtung der Paneele, reduzieren das Risiko von Beschädigungen und verbessern zudem die Arbeitssicherheit auf der Baustelle. Gleichzeitig wird die körperliche Belastung der Mitarbeitenden reduziert, da das manuelle Halten und Ausrichten schwerer Bauteile weitgehend entfallen.

Anforderungen an moderne Hebesysteme

Die Anforderungen an Hebesysteme haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Gefragt sind Lösungen, die sowohl auf Dach- als auch Fassadenbaustellen flexibel einsetzbar sind und unterschiedliche Paneeltypen aufnehmen können. Wichtige Kriterien sind unter anderem: horizontale und vertikale Einsatzmöglichkeiten, sichere Aufnahme unterschiedlicher Paneelgeometrien, präzise Positionierung am Einbauort, hohe Flexibilität auf wechselnden Baustellen sowie möglichst unabhängiger Einsatz von externer Infrastruktur. Insbesondere bei großformatigen Dach- und Fassadenelementen entscheidet die Qualität des Positioniervorgangs häufig über den Montagefortschritt.

Ein Praxisbeispiel aus Süddeutschland

Wie sich optimierte Montageabläufe auf die tägliche Arbeit auswirken können, zeigt das Beispiel der Markus Haller Zimmerei GmbH & Co. KG aus Süddeutschland. Das Unternehmen setzt bei der Montage von Dach- und Fassadenpaneelen seit Jahren auf Vakuumhebegeräte. Nach Angaben des Betriebs konnten dadurch Arbeitsabläufe vereinfacht und die Flächenleistung deutlich gesteigert werden. Urs Haller beschreibt die Erfahrungen aus der Praxis wie folgt: „Mit dem Clad-Boy von Aero-Lift schaffen wir die doppelte Fläche in der Hälfte der Zeit.“ Neben der höheren Montageleistung hebt das Unternehmen insbesondere die bessere Kontrolle beim Positionieren der Paneele sowie die Entlastung der Mitarbeitenden hervor.

Kontrollierte Positioniervorgänge unterstützen eine präzise Montage und reduzieren körperliche Belastungen. © Aero Lift

Wirtschaftliche Auswirkungen

Welchen Einfluss optimierte Montageprozesse auf die Wirtschaftlichkeit haben können, zeigt eine vereinfachte Beispielrechnung. Die tatsächlichen Werte hängen von Projektgröße, Paneeltyp, Baustellenorganisation und den jeweiligen Rahmenbedingungen ab. Die folgende Darstellung dient daher der Veranschaulichung möglicher Effekte.

Beispielprojekt:
2.500 m² Dach- oder Fassadenfläche
2 Monteure
Teamkosten: 100 Euro pro Stunde
Arbeitstag: 8 Stunden

KennzahlKonventioneller MontageablaufOptimierter Montageablauf
Montierte Fläche pro Tag100 m²400 m²
Zeitbedarf25 Arbeitstage6,25 Arbeitstage
Personalkosten20.000 €5.000 €

Die Beispielrechnung verdeutlicht, welchen Einfluss die Effizienz einzelner Arbeitsschritte auf die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Projekts haben kann. Neben geringeren Personalkosten entstehen zusätzliche Kapazitäten, die für weitere Projekte genutzt werden können.
Ein Vakuumheber kann sich bereits innerhalb eines Projekts amortisieren.

Ergonomie als zusätzlicher Faktor

Neben wirtschaftlichen Aspekten spielt die körperliche Belastung der Mitarbeitenden eine zunehmend wichtige Rolle. Das Handling großformatiger Paneele erfordert häufig Kraftaufwand, wiederholte Hebevorgänge und Arbeiten in anspruchsvollen Körperhaltungen. Technische Unterstützung kann dazu beitragen, diese Belastungen zu reduzieren und gleichzeitig die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.

Effiziente Montageabläufe als Wettbewerbsfaktor

Die Anforderungen im Dach- und Fassadenbau werden weiter steigen. Gleichzeitig bleiben Personalressourcen vielerorts begrenzt. Praxisbeispiele zeigen, dass insbesondere in Transport-, Hebe- und Positionierungsprozessen erhebliche
Produktivitätsreserven liegen können.
Optimierte Montageabläufe ermöglichen es, Projekte schneller abzuwickeln, vorhandene Mannschaften effizienter einzusetzen und die körperliche Belastung auf der Baustelle zu reduzieren.
Effiziente Montageprozesse entwickeln sich damit zunehmend von einer Arbeitserleichterung zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor im modernen Dach- und Fassadenbau.

Bewährte Technik für Sandwichpaneele und Trapezbleche

© Aero Lift

Der netzunabhängige Vakuumheber „Clad-Boy“ von Aero-Lift wird seit Jahrzehnten für das horizontale und vertikale Handling von Sandwichpaneelen, Trapezblechen sowie Dach- und Fassadenelementen eingesetzt.
Für unterschiedliche Anwendungen stehen verschiedene Konfigurationen zur Verfügung. Dazu gehört auch die sogenannte Alleskönner-Saugplatte, die eine Vielzahl von Paneeltypen und Profilgeometrien aufnehmen kann und dadurch hohe Flexibilität auf der Baustelle ermöglicht.

Nähere Infos: www.aero-lift.de