Für das Westbahnareal entlang der Felberstraße beginnt die Wettbewerbsphase. Planungsteams sollen Konzepte für ein Gebiet entwickeln, das nach Angaben der Stadt Wien rund sechs Hektar umfasst. Etwa fünf Hektar davon sind als öffentlich zugänglicher Grün- und Freiraum vorgesehen. Ergänzend sollen unter anderem eine neue allgemeinbildende höhere Schule, Wohnungen, Arbeitsplätze sowie Kultur- und Sozialeinrichtungen entstehen.

Zwei Stufen, anonyme Beurteilung

Der städtebauliche und freiraumplanerische Wettbewerb ist zweistufig und anonym angelegt. Die erste Stufe ist offen organisiert. Internationale Planungsbüros können nach Angaben der Projektwebsite bei entsprechender fachlicher Qualifikation teilnehmen. Eine Jury wählt jene Beiträge aus, die in der zweiten Stufe vertieft werden. Die Namen der Teams bleiben bis zur endgültigen Entscheidung verborgen.

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Der Wettbewerb baut auf dem Stadtteilentwicklungskonzept „Mitte 15“ auf. Daraus soll ein Leitbild entstehen, das unter anderem Freiraum, Nutzungsmischung, Erschließung, öffentliche Räume und die bauliche Entwicklung des Areals präzisiert. Während des laufenden Verfahrens werden keine Zwischenergebnisse veröffentlicht.

Visualisierung: Neuer Landschaftspark am Westbahnhof
Visualisierung: Neuer Landschaftspark am Westbahnhof © Stadt Wien/Stadtteilplanung und Flächenwidmung

Grünraum über weiteren Nutzungen

Das Konzept sieht vor, einen Teil der Nutzungen unter dem künftigen Grün- und Freiraum anzuordnen. Dadurch soll oberirdisch eine möglichst große zusammenhängende Fläche entstehen. Zwei Drittel des geplanten Wohnraums sollen laut Stadt Wien gefördert errichtet werden. Die Umsetzung des neuen Stadtteils ist ab etwa 2032 vorgesehen.

Grundlage für die Wettbewerbsteams sind neben dem Stadtteilentwicklungskonzept auch Untersuchungen zu Mikroklima und Biodiversität. Eine von den ÖBB beauftragte Analyse kommt laut Stadt Wien zum Ergebnis, dass das Gebiet nur in geringem Ausmaß von der Kaltluft aus dem Wiental erreicht wird. Empfehlungen betreffen daher unter anderem große Grünflächen, Bäume und weitere klimawirksame Begrünung.

Beteiligung vor dem Wettbewerb

Vor dem Start sammelte die Stadt in 23 Gesprächen mit Organisationen und Initiativen aus dem Bezirk Anliegen für das Verfahren. Die Ergebnisse sollen gemeinsam mit Rückmeldungen aus einer öffentlichen Auftaktveranstaltung in die Unterlagen für die Planungsteams einfließen.