Robert Friedl über die aktuelle Lage im Geschäft:
Der Start ins Jahr war für die gesamte Branche herausfordernd. Im Januar standen wir alle unter Druck, das kam nicht überraschend. Ab Februar hat sich die Situation etwas verbessert, im März konnten wir weiter aufholen. Insgesamt bleibt das Geschäft jedoch zäh. Vor allem der Neubau ist schwach, es gibt einen deutlichen Investitionsstau. Deshalb müssen wir unsere eigene Konjunktur ein Stück weit selbst erzeugen.
Situation spielt in die Karten
Wo er im jetzigen Umfeld Chancen sieht:
Interessanterweise spielt uns die Situation im Heizungsbereich in die Karten. Der Markt ist dort momentan recht schwierig, wodurch Installateure mehr Zeit haben, sich anderen Themen zu widmen. Gleichzeitig profitieren wir von unserer Innovationsarbeit. Mit der Präsentation von „Onepipe Pearlwater“ haben wir im vergangenen Jahr wichtige Vorarbeit geleistet und befinden uns nun im Umsetzungsmodus. Mit anderen Worten: Wir schaffen uns unsere Konjunktur selbst.
Über das Besondere an „One Pipe Pearl Water“ …
Onepipe Pearlwater ist der Gamechanger, weil es mehr ist als ein einzelnes Produkt: Es handelt sich um eine ganzheitliche Lösung. Wir kombinieren Filtration, Enthärtung und Mineralisierung in einem System. Ziel ist es, aus normalem hartem Leitungswasser sowohl weiches als auch geschmacklich hochwertiges Wasser zu machen. Der entscheidende Punkt ist, dass wir damit mehrere Bedürfnisse gleichzeitig abdecken und dem Endkunden einen echten Mehrwert bieten.
… und wie der Markt das sieht:
Der Markt reagiert sehr positiv, insbesondere auf Endkundenmessen. Dort zeigt sich besonders deutlich, wie die Lösungen tatsächlich ankommen. Im Zentrum unserer Überlegungen steht der Endverbraucher. Gemeinsam mit unseren Trinkwasserprofis und dem Großhandel sorgen wir dafür, dass Lösungen erfolgreich am Markt ankommen und für den Kunden einen klaren Nutzen stiften. Zudem haben wir unser Angebot gezielt erweitert, unter anderem um eine Lösung im mittleren Segment. Damit adressieren wir den Massenmarkt, also klassische Einfamilienhäuser. Wir bewegen uns bewusst im mittleren Marktsegment – dort, wo das größte Volumen und die breiteste Nachfrage liegen.
Wie er generell die Stimmung bei den Endverbrauchern einschätzt:
Bei den Endverbrauchern herrscht eine gewisse Verunsicherung. Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Entwicklungen führen dazu, dass Investitionen genauer überlegt werden. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass sich das Geschäft zuletzt wieder leicht belebt hat. Es ist also eine Mischung aus Zurückhaltung und vorsichtigem Optimismus.
Und welchen Widerspruch er wahrnimmt:
Bemerkenswert ist die Differenz zwischen wahrgenommener und tatsächlicher wirtschaftlicher Lage. Während häufig über steigende Preise gesprochen wird, sind Gastronomie und Freizeitangebote weiterhin gut frequentiert. Das deutet darauf hin, dass grundsätzlich Kaufkraft vorhanden ist. Entscheidend ist, den Kunden überzeugende Lösungen anzubieten, die einen klaren Nutzen darstellen.
Friedl über seine Erwartungen für die kommenden Jahre bis 2030:
Ich sehe die Entwicklung bis 2030 insgesamt positiv. Der Neubau ist derzeit zwar schwach, der Bedarf ist jedoch nicht verschwunden. Die Bevölkerung wächst, insbesondere in Städten wie Wien, und damit steigt auch der Bedarf an Wohnraum. Viele Projekte sind verschoben, nicht gestrichen. Sobald sich die Rahmenbedingungen stabilisieren, wird sich der Markt wieder beleben.
Wie er in Österreich in den kommenden Jahren wachsen will:
In Österreich liegt ein zentraler Fokus auf der weiteren Verbreitung von Wasserenthärtungssystemen. In vielen Hartwasserregionen ist die Marktdurchdringung noch im einstelligen Bereich. Hier sehen wir großes Potenzial. Gelingt es, die Nutzung deutlich zu steigern, eröffnen sich neue Wachstumschancen für unsere Partner im Handwerk
Was er Kunden*innen und Partner*innen mitgeben möchte:
Wichtig ist, trotz aller Herausforderungen optimistisch zu bleiben. Die Welt dreht sich weiter, und viele Entwicklungen verlaufen langfristig positiver, als sie kurzfristig erscheinen. Wer jetzt aktiv bleibt, Chancen nutzt und dem Kunden echten Mehrwert bietet, wird auch in Zukunft erfolgreich sein.