Universitätsbau

Neubau für Forschung und Lehre

Am Campus Technikerstraße der Universität Innsbruck entsteht mit dem Haus der Physik ein großvolumiger Neubau für Forschung und Lehre. Die Bundesimmobiliengesellschaft investiert rund 230 Millionen Euro in das Projekt, das 2028 in Betrieb gehen soll.

Mit der symbolischen Grundsteinlegung hat der Bau des Hauses der Physik an der Universität Innsbruck einen weiteren Meilenstein erreicht. Das Gebäude entsteht seit Ende 2024 am Campus Technikerstraße und soll ab dem Wintersemester 2028 rund 850 Studierenden sowie etwa 500 Mitarbeitenden Platz bieten. An der Feier nahmen unter anderem Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft, Veronika Sexl, Rektorin der Universität Innsbruck, Gregor Weihs, Vizerektor für Forschung, sowie Elisabeth Mayr, Vizebürgermeisterin der Stadt Innsbruck, teil.
Der Neubau bündelt künftig jene Physikinstitute, die bislang auf mehrere Standorte am Campus verteilt sind. Besonders die international stark wachsenden Bereiche Quantenphysik, Ionenphysik und Astrophysik sollen von der räumlichen Zusammenführung profitieren. Geplant wurde das Gebäude vom Architekturbüro Mohr-Niklas Architekten.

Haus der Physik: Visualisierung des Neubaus am Campus Technikerstraße Innsbruck
Außenperspektive Nord Eingangsportal © Filippo Bolognese Images

Forschung und Offenheit

Das Haus der Physik umfasst rund 28.000 Quadratmeter Nutzfläche und folgt einem klar strukturierten, funktional geprägten Raumkonzept. Ein großzügiger, natürlich belichteter Eingangsbereich bildet das räumliche Zentrum des Hauses. Daran angeschlossen ist ein zweigeschossiger Hörsaal mit Platz für bis zu 300 Personen, ergänzt durch Seminar- und Praktikumsräume sowie Büroflächen.
Den Schwerpunkt des Gebäudes bilden die hochspezialisierten Laborbereiche, die sich über vier Geschoße erstrecken. Schwingungssensible Experimente sind gezielt im Unter- und Erdgeschoss angesiedelt, während die oberen Ebenen Labore für weniger empfindliche Forschungsarbeiten aufnehmen. Die Büros der Mitarbeitenden befinden sich im dritten Obergeschoss. Zwei Innenhöfe sorgen dafür, dass Tageslicht auch die tieferliegenden Geschoße erreicht und unterstützen die Orientierung im Gebäude.
Als Schnittstelle zwischen Gebäude und Campus ist vor dem Haus der Physik das sogenannte Grüne Auditorium geplant. Dieser gestaltete Außenraum dient als Aufenthalts- und Begegnungszone für Studierende und Beschäftigte und erweitert das Raumangebot ins Freie.

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Die Baustelle nimmt Formen an © David Schreyer

Fokus auf Nachhaltigkeit

Auch aus bau- und haustechnischer Sicht ist das Haus der Physik als zukunftsorientierter Forschungsbau konzipiert. Die Energieversorgung erfolgt über erneuerbare Primärenergiequellen, darunter ein Grundwasserbrunnen sowie ein Erdwärmeflächenkollektor. Zusätzlich ist eine umfassende Geothermienutzung mit rund 350 Bohrungen in etwa 150 Meter Tiefe vorgesehen.
Ein zentrales Element des Energiekonzepts ist die Rückgewinnung von Abwärme aus dem Laborbetrieb, die für Heizung und Kühlung genutzt wird. Ergänzt wird das System durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die kompakte Bauweise reduziert den Flächenverbrauch und trägt zur Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes bei. Angestrebt wird eine Zertifizierung nach klimaaktiv Gold, dem höchsten Standard für nachhaltiges Bauen.

Blick auf den Rohbau des künftigen Forschungsgebäudes. © David Schreyer

Haus der Physik Innsbruck

  • Standort: Campus Technikerstraße, Universität Innsbruck
  • Bauherrin: Bundesimmobiliengesellschaft
  • Architektur: Mohr-Niklas Architekten
  • Nutzfläche: rund 28.000 Quadratmeter
  • Investitionsvolumen: rund 230 Millionen Euro
  • Geplante Inbetriebnahme: Wintersemester 2028
  • Nutzer*innen: rund 850 Studierende, etwa 500 Mitarbeitende
  • Ziel: klimaaktiv Gold
v.l.n.r.: Elisabeth Mayr, Vizebürgermeisterin der Stadt Innsbruck, Rektorin der Universität Innsbruck Veronika Sexl, Geschäftsführerin der BIG Christine Dornaus und Gregor Weihs Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck
v.l.n.r.: Elisabeth Mayr, Vizebürgermeisterin der Stadt Innsbruck, Rektorin der Universität Innsbruck Veronika Sexl, Geschäftsführerin der BIG Christine Dornaus und Gregor Weihs Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck
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