Fachmesse Dach+Holz setzt starkes Branchensignal
Mit knapp 56.000 Fachbesucher*innen setzte die Dach+Holz International 2026 ein deutliches Zeichen in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Am Standort Köln ist sie damit die stärkste Ausgabe seit Bestehen. Das sind positive Signale für die Dach- und Holzbranche.
Vom 24. bis 27. Februar 2026 wurde Köln erneut zum Treffpunkt für Dachdecker*innen, Holzbauer*innen, Planer*innen, Hersteller*innen und Entscheider*innen. 55.933 Fachbesucher*innen nutzten die Messe für Austausch, Investitionsentscheidungen und strategische Orientierung. Damit übertrifft die Veranstaltung die bisherige Kölner Bestmarke aus dem Jahr 2014 (47.000 Besucher*innen) deutlich und bewegt sich auf dem Niveau der stärksten Ausgaben in der Messegeschichte.
Insgesamt 564 Aussteller aus 28 Ländern präsentierten ihre Lösungen auf 71.000 Quadratmetern Bruttofläche in vier Hallen sowie im Freigelände. Der internationale Ausstelleranteil lag bei 22,7 Prozent. Die Dach+Holz International unterstreicht damit ihren Anspruch als führende Fachmesse für das Dach- und Holzhandwerk im europäischen Markt.
„Die Intensität und Qualität der Gespräche waren außergewöhnlich“, erklärt Tobias Gröber, CEO & President der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen. „Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung bleibt der persönliche Austausch der entscheidende Erfolgsfaktor im Handwerk. Die Dach+Holz International schafft alle zwei Jahre genau diesen Raum für Begegnung, Orientierung und Gemeinschaft.“
Klare Signale aus der Branche
Auch die Verbände ziehen eine positive Bilanz. Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont die Bedeutung der Messe als Impulsgeber: „Das Handwerk lebt vom Miteinander. Innovationen entstehen im Dialog – und genau diesen Dialog ermöglicht die Dach+Holz International auf höchstem Niveau.“
Für den Holzbau unterstreicht Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, die inhaltliche Qualität der Veranstaltung: „Produktneuheiten, technische Weiterentwicklungen und der direkte Austausch zwischen Herstellern und Betrieben haben für eine hohe fachliche Dichte gesorgt. Die konstruktive Grundstimmung in den Hallen war deutlich spürbar.“
Im Mittelpunkt vieler Gespräche standen neben aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen vor allem konkrete Lösungsansätze – von effizienteren Prozessen über neue Systemlösungen bis hin zu digitalen Anwendungen für den Betriebsalltag.
Innovationen mit Praxisbezug
Mit 30 beteiligten Unternehmen war die Start-up & Innovation Area so groß wie nie zuvor. Sie bündelte neue Ansätze für effizientere Abläufe, höhere Arbeitssicherheit und verbesserte Baustellenorganisation.
Der Start-up & Innovation Award ging an die Fixpod GmbH. Ausgezeichnet wurde eine patentierte Verbindungslösung im Holzbau, die revisionslose Installationsrohrübergänge ermöglicht. Laut Unternehmen lassen sich damit Prozess- und Kostenaufwände um über 50 Prozent reduzieren, während der Materialverschnitt um mehr als 90 Prozent sinkt. Das System ist bereits bei über 300 Holzbaubetrieben im Einsatz.
Platz zwei belegte Benetics AI mit einem KI-basierten Sprachassistenten für den Baustellenalltag. Platz drei ging an LeiKoSi GmbH sowie Lock Jaw Ladder Grip mit Lösungen zur Verbesserung der Leitersicherheit im Dachhandwerk.
Zukunftsthemen treffen Praxisinteresse
Das Rahmenprogramm stieß durchgehend auf hohe Resonanz. Nachhaltiges Bauen, die Rolle des Handwerks in Transformationsprozessen sowie der konkrete Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Betrieb standen im Fokus.
Auch gesellschaftliche Aspekte fanden Beachtung: Dachdecker Etienne Sikora sprach über seine Wanderschaft und Diversität im Handwerk. Im Forum „Zukunft Holzbau“ wurden aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Praxis hinsichtlich ihrer Marktreife diskutiert. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der erste Live-Auftritt von Lasse Peper alias „derholz.kopf“ mit seinem Zimmerer-Rap.
Save the Date: Die nächste Dach+Holz International findet vom 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart (D) statt.
(bt)




